Heute erschienen: Feministische Netzpolitik

Heute ist eine Studie erschienen, die ich Ende letzten Jahres im Auftrag des Gunda-Werner-Institut Berlin geschrieben habe: Feministische Netzpolitik. Pespektiven und Handlungsfelder (PDF).

Als Feministin, die sich mit Netzpolitik und der Netzbewegung beschäftigt, habe ich mich schon oft gefragt, welche der netzpolitischen Themen und Forderungen aus feministischer Sicht besonders wichtig sind und was in diesem Sinne gute Netzpolitik ausmacht. Getreu dem Motto „my Netzpolitik will be intersectional or it will be bullshit„1 macht es mich skeptisch, wenn von „openness“ und „Freiheit“ die Rede ist, ohne dass die Positionen benannt werden, von denen aus das geschieht.

Entsprechend gefreut habe ich mich über den Auftrag des GWI, die feministischen Ansätze zur Netzpolitik einmal systematisch zusammenzustellen und durchzudenken. Es ging darum, zu untersuchen, welche Anknüpfungspunkte es im Bereich Netzpolitik aus einer queer-feministischen Perspektive gibt und welche Themenbereiche sich für politische Interventionen hin zu einer gerechteren Teilhabe auf Grundlage queer-feministischer Ansätze besonders eignen. In den Fokus genommen habe ich schließlich fünf Themenfelder: Den Zugang zum Internet, die Regulierung von Inhalten, Fragen des Eigentumsrechtes, Privacy und Datenschutz sowie Kommunikationsverhalten und kommunikative Gewalt im Netz.

Der akademische Forschungsstand berücksichtigt soziale Ungleichheit bisher hauptsächlich beim digital divide, also im ersten Themenbereich. Es hat sich aber schnell gezeigt, dass zu all diesen Feldern aus feministischer Sicht etwas zu sagen ist und auch schon viel beigetragen wurde. Überrascht hat mich das vor allem beim Themenbereich Eigentumsrechte. Mir war neu, dass es feministische Auseinandersetzungen mit dem Urheberrecht gibt und ich fand es spannend zu lesen, wie hier eine Kritik daran formuliert wird, bestimmte Formen von Kreativität zu verwerten.

Besonders deutlich geworden ist mir aber die Bedeutung des Themas Kommunikationskultur und kommunikativer Gewalt. Aus netzpolitischen Debatten wird es, gerade auf der aktivistischen Seite, in der Regel ausgeblendet. Ich vermute, dass die Befürchtung zu groß ist, dass man damit Tür und Tor für (angeblich immer schon zum Scheitern verurteilte) staatliche Regulierungsmaßnahmen öffnen würde. Allerdings bedeutet das für Betroffene oft, dass ihnen (victim blaming) der Rückzug ins Private angeraten wird. Aus feministischer Perspektive bin ich dafür, Privacy/Datenschutz und eine politische Bearbeitung des Themas kommunikative Gewalt nicht zu vermischen.

Ich freue mich, wenn welche von euch Lust haben, in die Studie reinzulesen und ihre Ideen dazu mit mir teilen. Vom GWI aus wird es wahrscheinlich in den nächsten Monaten noch einige Impulse dazu geben, worauf ich sehr gespannt bin.

  1. In Anlehnung an den von Flavia Dzodan geprägten Satz: „My feminism will be intersectional or it will be bullshit“. []

#dcka im Februar 2013: EU-Datenschutzverordnung, Piraten und Polizeiarbeit in Sozialen Netzwerken

logo des der computer kann alles podcastDie Februar-Folge von Der Computer kann alles, dem netzpolitischen Magazin im Freien Sender Kombinat ist jetzt online: Der Computer kann alles – Februar 2013. Wir hatten folgende Themen am Wickel:

  • Facebook führt das Feature „Graph Search“ ein. Der Tumbler actualfacebookgraphsearches zeigt, was damit gesucht werden kann
  • Die neue EU-Datenschutzverordnung geht durch die parlamentarischen Ausschüsse. Was soll sie bringen und worüber wird gerade disktuiert? 10 Punkte Broschüre der Digitalen Gesellschaft (PDF)
  • Außerdem: Lobbyplag zeigt Übernahmen aus Lobby– und NGO-Papieren.
  • Piraten: Warum sie sich trotz der Konflikte nicht spalten werden und das Räsel um Ponader
  • Weil das hier eben nicht nur das Internet ist: Stalking im Netz und die Unfähigkeit der deutschen Behörden, angemessen zu reagieren.
  • Britische Polizei veröffentlicht Richtlinien (PDF) zur strafrechlichen Verfolgung von Hatespeech und Bedrohungen in Sozialen Netzwerken
  • Filmtipp „TPB AFK“ — Ein Film über The Pirate Bay

Ob es im März eine Folge geben wird, ist noch nicht sicher. Ansonsten dann wieder am 10. April: Live vom 17 bis 19 Uhr auf FSK und später dann auf freie-radios.net und im Podcast Feed.

Freifunk in Hamburg

Seit ein paar Monaten gibt es eine Freifunk-Gruppe in Hamburg. Sie kümmert sich um den Aufbau und die Infrastruktur eines kollektiv betriebenen freien Wlan-Netz in der Stadt. In anderen Städten wie Berlin und Lübeck gibt es das schon länger. Von den Berliner Freifunker_innen hatte ich u.a. bei einer Folge des Küchenradio schon einiges darüber erfahren, wie das funktioniert. Da ich es reichlich absurd finde, ständig in Mitten von 40 geschlossenen Wlans zu sitzen und trotzdem nur über 3G online gehen zu können (weil ich mir das leisten kann), finde ich Freifunk super. Freies Wlan für alle. I want that.

Wie funktioniert Freifunk?

Über die Stadt verteilt stehen handelsübliche Wlan-Router, auf die eine spezielle Firmware aufgespielt wurde. Jeder dieser Router bildet einen Knoten im Netzwerk. Die Knoten hängen entweder an privaten DSL-Anschlüssen mit dran oder sind mit anderen Freifunk-Routern verbunden, über die sie ihr Netz beziehen. Denn wenn sich zwei Router „sehen“, also Router A noch im Sendegebiet von Router B steht, dann verbinden die sich untereinander und bilden ein eigenes Netz. Hier muss dann theoretisch nur einer der Router selbst am DSL-Netz angeschlossen sein.

Knotengraph von Freifunk Hamburg
Auschnitt aus dem Hamburger Freifunk-Knotengraph

Der Clou bei Freifunk ist, dass Privatpersonen, Hausprojekte, Cafés, Büros, Läden und öffentliche Einrichtungen diese Knoten betreiben können. Die Nachbarn, Cafégäste und Leute auf der Straße können dann über das offene, kostenfreie Wlan ins Internet gehen.

Mein Knoten

Nachdem ich neulich auf einer Veranstaltung über Freifunk Hamburg war, hatte ich Lust, mitzumachen. Dort hatte ich erfahren, dass es sinnvoll ist, sich einfach an Freifunk zu wenden und bei einer Sammelbestellung mitzumachen. Gute Idee, ich schrieb also eine Mail. Dann ging es schnell. Es war noch Router auf Vorrat, ich konnte also direkt einen bekommen. 16 Euro hat mich der TP-Link 150 MBps Wireless-N gekostet. Einen weiteren habe ich dem Projekt dann gespendet. Bei der Übergabe erfuhr ich, dass mein Router schon mit der Freifunk-Firmware bespielt ist. Den Arbeitsschritt konnte ich mir also sparen. Zu Hause musste ich dann nur noch diese Anleitung befolgen. Nach ein paar Minuten konnte ich den neuen Knotenpunkt anmelden und auf den Knotenkarte eintragen (Google-Maps und OSM). Es läuft.

Mein Knoten hängt also hier am DSL-Anschluss mit dran, den wir ja eh haben. Die Stromkosten sollen bei ca. 20 Cent im Monat liegen. Das ist zu verschmerzen. Wir haben auch weiterhin unser verschlüsseltes WG-Wlan, das vom Freifunknetz per Firewall getrennt ist. Am Fenster steht der Freifunk-Router und teilt unser Internet mit der Welt. Ich brauch nur noch Saugnäpfe, um ihn schön festzumachen. Mein Knoten ist im Moment noch etwas einsam, weil in der direkten Umgebung sonst keine Freifunk-Knoten sind. Wenn jetzt aber das Café an der Ecke und das Hausprojekt im nächsten Blockabschnitt mitmachen würden, hätten wir zusammen schon ein kleines Netzwerk.

Bitte nicht stören

Schön und gut, aber wir sind doch in Deutschland hier: Was ist mit der Störerhaftung und den Abmahnungen? Zunächst einmal: Es gilt ein Gentlemen[sic!]-Agreement:

Sei Fair!
Das Netzwerk darf nicht in einer Weise beansprucht werden die das Netzwerk selbst, dessen Betreibende oder andere Teilnehmende beeinträchtigt.
Achte auf deine Sicherheit!
Das Netzwerk ist, wie das Internet, unverschlüsselt und offen. Jede teilnehmende Person ist selbst für die Sicherheit ihrer Verbindungen und ihrer Endgeräte verantwortlich.
Keine rechtswidrige Nutzung!
Das Netzwerk darf nicht für Handlungen missbraucht werden, welche gesetzliche Bestimmungen oder die Rechte Dritter verletzen. Es dürfen keine Inhalte übertragen werden, welche gegen geltendes Recht verstoßen. (Freifunk/Gentlemen-Agreement)

Zum anderen lautet das Zauberwort VPN. Die Freifunk-Community betreibt Server, die den ganzen Traffic, der hier entsteht, erstmal durch die Niederlande leitet. Dort gibt es so etwas wie die Störerhaftung nicht. Die Betreiber_innen der Knotenpunkte sind also was das angeht auf der sicheren Seite. Nachtrag: Die Firmeware auf dem Router sorgt dafür, dass der Traffic durch das VPN geht. Knotenbetreiber_innen müssen sich also nicht mit VPN beschäftigen, wenn sie das nicht wollen.

Bildet Knoten!

Durch die drahtlose Vernetzung ganzer Stadtteile, Dörfer und Regionen wollen wir der digitalen Spaltung entgegenwirken und freie unabhängige Netzwerkstrukturen fördern. Die Vision der Freifunk-Community ist jedoch nicht nur die lokale und globale digitale Spaltung zu überwinden, sondern die Demokratisierung der Kommunikationsmedien und die Förderung lokaler Sozialstrukturen allgemein. Freie drahtlose Netze können ein erster Schritt auf diesem Weg sein. Die Vision der Freifunk-Community ist die Demokratisierung der Kommunikationsmedien und die Förderung lokaler Sozialstrukturen durch freie Netzwerke. (Freifunk/Philosophie)

Es gibt verschiedene Wege, das Freifunk-Projekt zu unterstützen. Man kann, wie ich es getan habe, einen Knoten an den Start bringen. Man kann Geld spenden, damit die Freifunk-Leute zum Beispiel Router kaufen können, die sie sozialen Projekten direkt zur Verfügung stellen können. Ihr könnt auch euer Lieblingscafé dazu bequatschen, sich Freifunk anzuschließen. Da haben ja alles was davon. Der Gruppe selbst anschließen könnt ihr euch auch. Das Freifunk-Hamburg-Wiki ist der Anlaufpunkt für alles weitere.

Who’s Open in Public?


Foto von So gesehen./Stefan Bucher auf Flickr. CC BY-NC-SA 2.0

Heute ist Open In Public Day 2013. Irgendwelche Typen (und anscheinend auch wenige Frauen) twittern unter dem Stichwort #oipd13 wie sie ihre Zähne putzen, Tee kochen und in der Uni sitzen. Der Tag

soll den Menschen den Wert gemeinsamer, offener und freier Daten und Kommunikation illustrieren. Anstatt uns in der Angst, unsere Daten könnten in die Öffentlichkeit gelangen, in unseren auf Streetview blockierten Häusern zu verstecken, zeigen wir unser Leben der Öffentlichkeit.

Ich könnte jetzt ein Foto von mir machen, wie ich mich beim morgendlichen Yoga verrenke. Dann würden irgendwelche Typen kommen und befinden, hässliche fette Kühe wie ich sollten ihr Internet mit solchen Bildern verschonen. Oder sich das mal abspeichern, man weiß ja nicht, wann’s mal einen Anlass gibt, abzuhassen. Ich lasse es lieber. Happy #oipd13 anyone!

Das führt uns also wieder zurück zu der Frage nach Post-Privacy und Privilegien. Neulich twitterte ich komprimiert und unverständlich zu diesem Thema: „mehrfachprivilegierte machen selbstexperimente, betreiben dadurch aber normalisierung, weil sie unmarkierte positionen haben #inanutshell“.

Ich zielte damit ab auf die zahlreichen „Post-Privacy-Exerimente“, die in der Regel von deutschen, weißen, able-bodied Cis-Männern mit Mittelschichshintergrund durchgeführt werden. Alle Standorte öffentlich zugänglich machen (exemparisch woistsixtus.com), sich ein Jahr lang ständig vorm Rechner fotografieren, sowas. Da man nicht vollkommen unreflektiert rüber kommen will, heißt es, man sei sich selbstverständlich seiner Privilegien bewusst und nähme sozusagen eine Vorreiterrolle ein, um im Selbstexperiment (mutig voran!) die Wege der Zukunft auszuloten, die uns alle zu einer besseren Gesellschaft führen könnten. Exemplarisch @tante:

Ich kann das durch meine privilegierte Stellung nicht nur tun, ich sehe das sogar als meine gesellschaftliche Verpflichtung, zumindest so lange, bis alle meine Privilegien abgeschafft sind (was leider so schnell nicht zu schaffen ist).

Was übersehen wird: Der mehrfachprivilegierte Mann ist in dieser Gesellschaft die unmarkierte Norm. Seit Jahrhunderten ist er das Universelle. Das, was wir meinen, wenn wir von „Mensch“ reden. Nicht das Andere. Und genau darum besteht die Gefahr, dass die postprivaten Selbstexperimente nicht als etwas Partikulares angesehen werden, was eine bestimmte Gruppe von Menschen betreibt, sondern als neuer, für alle gültiger gesellschaftlicher Standard. Die Praxen normalisieren sich, wenn sie diese Gruppe von Menschen betreiben. Es werden z.B. Geschäftsideen dazu entwickelt und erwartet, dass alle mitmachen. Wer das nicht will, muss sich zunehmend aktiv dagegen wehren und ist dann die Spaßverderber_in, die sich nicht fotografieren lassen möchte.

Sollten wir also lieber den Data Protection Day feiern, der heute ebenfalls ist? Jein. Datenschutz ist wichtig. Aber Teilhabe an Öffentlichkeit ist es auch. Die Spackeria twitterte vor ein paar Tagen, dass #aufschrei ein Post-Privacy-Mem sei. Wenn man unter Mem nicht „etwas lustiges mit gifs“ versteht, sondern eine Idee, die durch Kommunikation weitergegeben und damit vervielfältigt wird, stimmt das ja. #aufschrei kann, wie auch #609060, als Post-Privacy-Mem gelesen werden, dass eine umkämpften, emanzipatorische Idee verfolgt. Es ist der Versuch einer solidarische Praxis.

Meine Forderung zum #oipd13 ist also: Solidarisiert euch. Unterstützt Kämpfe um die Teilhabe an Öffentlichkeit für alle. Aber tut das nicht, indem ihr euch einbildet, die Avantgarde zu sein. Tut das nicht, in dem ihr solche Kämpfe vereinnahmt und euch nebenbei Machtpositionen sichert (es winken Buchverträge und Vortragshonorare!). Schreitet nicht voran. Für Menschen, die regelmäßig mit Übergriffen, rassistischen Beleidigungen, abschätzigen Blicken, Barrieren und anderem Dominanzgehabe konfrontiert sind, ist es eine Errungenschaft, open in public zu sein und eine Stimme zu haben. Für mehrfachprivilegierte Männer ist es eine Selbstverständlichkeit.

tl; dr: Was @map sagt.

Kurz notiert: Trackback über die
Netzbewegung & Frauen in der Netzpolitik

Letzte Woche hab ich mit Teresa von Trackback telefoniert, die mich zu Internet-Aktivismus und der Netzbewegung befragt hat. Das Interview lief dann am Samstag in der Sendung, ihr könnt es aber auch nachhören. Die Sendung lohnt sich nicht zuletzt auch wegen des Beitrages mit Anne Roth, die über Frauen in der Netzpolitik interviewt wurde. Die Diskussion dazu zieht sich jetzt schon seit ein paar Tagen durch mehrere Blogs. Einen zusammenfassenden Einstieg dazu findet ihr wiederum bei Anne.

#dcka im Januar 2013: 29c3, Anna & Arthur im Social Web

logo des der computer kann alles podcastHier kommt die aktuelle Folge unseres netzpolitischen Magazins im Freien Sender Kombinat: Der Computer kann alles – Januar 2013. Die Themenauswahl gestaltet sich übersichtlich. Wir widmen uns ausführlich dem 29. Chaos Communication Congress, der in Ende 2012 in Hamburg stattfand. Wir besprechen das Motto „Not my department“ sowie einige ausgewählte Talks. Alle Links zu den genannten Vorträgen findet ihr hier, die Mitzeichnungen aller Vorträge sind verlinkt im Congress-Wiki, aber auch bei youtube zu finden.

Außerdem werfen wir einen kurzen Blick auf die Sexismusdiskussion rund um den Kongress und die creepermovecards, die dabei eine Rolle gespielt haben. Wie immer ist die Podcastversion der Sendung musikfrei, diese beiden Stücke solltet ihr aber unbedingt anhören:

Tom Lehrer: Wernher von Braun
Moritz Simon Geist: Manual Play

Weitere Themen der Sendung:

  • Das Projekt Hardware für alle, eine Plattform, auf der Hardware verliehen und verschenkt werden kann.
  • Das Statement von Nadir mit dem schönen Titel Plötzlich plappern Anna und Arthur, in dem dazu aufgerufen wird, Facebook, GMX, Google und co. zu verlassen, sich kritisch mit dem Internet auseinander zu setzen und wieder auf unabhängige und sichere Angebote zu setzen.
  • Die schon vor einigen Monaten ausgerufene Deadline für de.indymedia.org mit der Frage, wie es mit diesem linken Medienprojekt weitergehen soll, welche Schwierigkeiten es dabei gibt und was die Perspektiven von Gegenöffentlichkeiten im Zeitalter des Social Webs sind. Zum Weiterlesen und Informieren hier noch der Bericht zu den beiden Indymedia-Treffen, die in den letzten Wochen in Hamburg stattgefunden haben.
  • Am 13. Februar hören wir uns, wenn ihr mögt, wieder: Live vom 17 bis 19 Uhr auf FSK und später dann auf freie-radios.net und im Podcast Feed.

    Ist Internet-Aktivismus eine politische Bewegung?

    Heute morgen fand ich auf Netzpolitik.org (die übrigens gerade auch eine interessante Reihe über sich und ihre Arbeit schreiben) einen Link zu einem längeren Text beim Economist: Everything is connected. Can internet activism turn into a real political movement?

    Aus meiner Forschung kann ich berichten: Netzpolitischer Aktivismus ist nicht auf dem Weg eine Bewegung zu werden, er ist es schon. Wenn man sich anschaut, wie in der Forschung eine soziale Bewegung definiert wird, ist die Frage jedenfalls mit “ja” zu beantworten:

    Eine soziale Bewegung ist ein informelles Netzwerk von Individuen, Gruppen und Organisationen, das über eine kollektive Identität verfügt (Internet als Lebenswelt, Netzkultur, ein Bewusstsein über die Bewegungsgeschichte, Abgrenzung gegenüber den „Internetausdruckern“, Werte wie Informationsfreiheit, Sharing, Transparenz, Hackerethik) und sich mit den Mitteln des öffentlichen Protestes (Kampagnen, Demos usw.) für gesellschaftlichen Wandel (die Gestaltung der digitalen Gesellschaft) einsetzt.


    Auf der Anti-ACTA-Demo. Foto von pierreee auf Flickr. CC BY-SA 2.0.

    Es ist allerdings wichtig, zwischen Internet-Aktivismus als netzpolitischem Aktivismus und Internet-Aktivismus als Aktivismus, der Internettools nutzt (das machen heutzutage fast alle politischen Bewegungen), zu differenzieren. Die Netzbewegung ist das informelle Netzwerk, dass sich mit Netzpolitik beschäftigt. Wenn ich Leuten von meiner Forschung erzähle, sage ich das immer dazu. Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass das vielen Menschen noch nicht klar ist, dass Netzpolitik ein eigenes politisches Handlungsfeld ist. Die mangelende Unterscheidung zwischen Internet als Thema und Internet als Werkzeug ist meiner Meinung nach auch der Grund dafür, dass oft so getan wird, als sei diese “Netzgemeinde” etwas ganz Rätselhaftes. Der Economist-Artikel macht diesen Fehler angenehmerweise nicht.

    Netzpolitik und Netzbewegung

    Unter Netzpolitik fasse ich alle politischen Konflikte darum, wie das Internet in einem gesellschaftlich wünschenswerten Sinne gestaltet, genutzt und reguliert werden soll. Dies schließt auch widerstreitende Einschätzungen über die Auswirkungen seiner Gestaltung, Regulierung und Nutzung auf andere Bereiche mit ein.

    Netzpolitik beinhaltet die Internet Governance (die Arenen, Institutionen, Akteure und Prozesse der Internetregulierung) und die inhaltliche Ebene der Internet Policy (die Gesetze und Regulierungen, die hinten rauskommen). Bei manchen davon geht es ganz spezifisch um Themen, die es ohne das Internet gar nicht geben würde (z.B. Regelungen zu Domainnamen), andere sind von allgemeinerer Form. Ein Beispiel ist das Urheberrecht, dass es ja auch schon vor dem Internet gab, wo aber durch das Internet und digitale Technologien Anpassungen in die ein oder andere Richtung nötig erscheinen.

    Die Netzbewegung ist eine zivilgesellschaftliche Strömung, die sich in genau diese Fragen einmischt, Themen und Forderungen in den politischen Diskurs einbringt, Akteur_innen beeinflussen will und protestiert, wenn mal wieder etwas in die falsche Richtung geht. Sie ist aber als Bewegung immer auch mehr als das, nämlich etwas kulturelles, eine Szene oder ein Konglomerat aus Szenen, die etwas miteinander zu tun haben, eine identitätsstiftende Kollektivität. Ein „wir“. Dass die Netzbewegung auch sehr stark auf netzbasierte Tools setzt, liegt auf der Hand, ist aber nicht das, was sie inhaltlich ausmacht.

    Global, europäisch oder national?

    Dann ist da noch die Frage, ob Bewegungen heute noch national funktionieren oder transnational wirksam sein müssen. Unter anderem darüber haben wir im September auf der Netzpolitischen Soiree der Grünen diskutiert (Mitschnitt). Der Economist-Artikel beschreibt das Phänomen als eines, das an verschiedenen Orten der Welt sichtbar wird und dadurch Momentum gewinnt. Ich würde das auch so sehen. Das Thema ist für viele Menschen auf der Welt relevant, auch wenn für die einen der Kampf gegen Zensur, für die anderen der Zugang zum Netz und für dritte die Urheberrechtsproblematik im Vordergrund steht. Es gibt ein Bewusstsein darüber, dass diese Themen etwas miteinander zu tun haben.

    Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass der Alltag von vielen immer noch relativ nationalstaatlich geprägt ist. In Deutschland beschäftigen wir uns hauptsächlich mit der deutschen Netzpolitik, während wir von der österreichischer Netzpolitik schon nur am Rande etwas mitbekommen. Es gibt Verbindungspunkte zwischen den jeweiligen Netzbewegungen vor Ort, das Netzwerk der Kontakte zwischen den einzelnen Leuten und Gruppen innerhalb eines Landes ist aber dichter.

    Das politische Mehrebenensystem, die Tatsache also, dass manche Fragen heute in globalen Verträgen, andere durch Kommissionsbeschlüsse in der EU, dritte wiederum in der Bundespolitik oder auf Landesebene zum Thema werden, macht es für die zivilgesellschaftlichen Kräfte erforderlich, einen Teil ihrer Aktivitäten auf die Ebenen jenseits des Nationalstaates zu beziehen. Das wiederum wirft Fragen nach der Differenzierung und Professionalisierung der eigenen Arbeit auf. Ich würde aber die Tatsache, ob es eine politische Bewegung ist oder nicht, nicht daran messen, ob alle europäischen oder gar weltweiten Akteur_innen vereint mit einer Stimme sprechen.

    Wie umfasend soll’s denn sein?

    Auf besagtem Podium hatten wir schließlich die Frage am Wickel, ob eine Bewegung unbedingt einen “grundlegenden gesellschaftlichen Wandel” herbeiführen wollen muss. Diese Position vertritt u.a. der Bewegungsforscher Dieter Rucht, andere machen das nicht zum Definitionsmerkmal. Ich denke, es gibt durchaus Ansätze in der Netzbewegung, bei denen sich erkennen lässt, dass es um einen grundsätzlichen Wandel gehen könnte.

    Aus meiner Forschungsperspektive ist gerade die Frage interessant, wie in einer Bewegung darum gekämpft wird, was das Ziel ist und wie weitreichend es formuliert wird. Was ist das eigentliche Ziel, also um die umfassende Forderung, die mit allen anderen Forderungen verknüpft sind? Dabei ist natürlich die Frage, wie „grundsätzlich“ oder „radikal“ eine solche Forderung ist, also wie sehr sich die Gesellschaft grundlegend verändern würde, wenn sich die Bewegung durchsetzt, ein ganz wichtiger Aspekt. Nehmen wir das Thema Urheberrecht: Geht es hier darum, das Abmahnwesen zu beschränken und Netzsperren zu verhindern, oder geht es um einen grundsätzlich anderen gesellschaftlichen Umgang mit Eigentum? Der Economist-Artikel spricht hier die Konzepte Commons und Infrastruktur an, Michael Seemann spricht von Plattformneutralität.

    Den Stellenwert solcher Konzepte und die Frage, ob sie in ihrer Tragweite gesellschaftlich in die richtige Richtung gehen, was diese richtige Richtung ist und mit welchen anderen gesellschaftlichen Kämpfen das etwas zu tun hat, handeln Bewegungen die ganze Zeit über aus.

    Soweit ein kleiner Werkstattbericht, hervorgekitzelt durch eine rhetorische Frage. Ich arbeite ja gerade an einer Doktorarbeit über jene Netzbewegung und forsche schließlich nicht jahrelang über etwas, das es gar nicht gibt! ;-)

    It’s meta-time: Überfordernde Kommunikation

    Text über die Kommunikationskultur im Netz sind gerade hoch im Kurs, denn die Frage, wie wir im Internet miteinander umgehen, scheint vielen auf den Nägeln zu brennen. Das Leben in der digitalen Öffentlichkeit scheint immer anstrengender zu werden. Diskussionen spitzen sich unglaublich schnell zu. Es scheinen sich mitunter in wenigen Minuten instabile Lager zu bilden. Leute fühlen sich zwischen den Stühlen, zerrissen. Ich erlebe das seit einiger Zeit in verschiedenen Zusammenhängen: Unter Feministinn_en, bei den Pirat_innen und in der deutschsprachigen Netz-Nerd-Bubble. Im Grunde immer dort, wo politische Menschen aufeinander treffen. Es mag bei den verschiedenen Gruppen durchaus spezifische Faktoren geben, die eine Rolle spielen. Aber ich sehe auch viele Gemeinsamkeiten, die mich darüber nachdenken lassen, was die medialen Settings damit zu tun haben.

    @Flauscheria und @Kratzeria beim Zanken

    Aus meiner Sicht hat das Problem etwas mit Entgrenzung und Komplexitätsmanagement zu tun. Wir „digital citizens“, wie Forscher_innen uns nennen, sind hochgradig vernetzt und verschiedenen Dynamiken ausgesetzt. Sigrid Baringhorst sprach bei einer Tagung neulich von „Beschleunigung – Dauerhaftigkeit“ und „Deterritorialisierung – Lokalisierung“. Nehmen wir als Beispiel die Diskussion um die c-base-Klotür: Zum einen war das eine sehr lokale Debatte, die von den Membern der c-base und ihren Besucherinn_en geführt wurde, die gleichzeitig aber auch von vielen anderen Leute aufgegriffen wurde, die sich für das konkrete Thema oder die damit verbundenen Fragen interessieren (Deterritorialisierung). Kommunikation darüber fand vor Ort statt, auf begrenzten Mailinglisten, auf Twitter, in mehreren Blogs und sicherlich auch in vielen Face-to-Face-Gesprächen in der c-base und anderswo, IRC-Channels und Jabber-Unterhaltungen. Zum anderem zog sich die Diskussion verhältnismäßig lange hin (Dauerhaftigkeit), während sie sich zwischendurch immer mal wieder beschleunigt hat, vor nachdem Leute die Klotür auf einer Party umgestaltet hatten.

    Ich denke, diese Beobachtung lässt sich auch gut auf andere Diskussionen übertragen.

    Da durchzusteigen, und nebenbei noch ein Leben zu führen, ist eine krasse kognitive Leistung. Ich habe den Eindruck, dass das nur möglich ist, wenn wir schnelle Entscheidungen treffen: Setze ich mich mit Argument X auseinander? Oder ist das a) falsch vorgetragen, b) kommt es von der falschen Person, c) kann ich aufgrund meiner Erfahrungen aus einer anderen Diskussion schon ausschließen, dass es mich weiterbringt. Solche Heuristiken sind manchmal eine gute Sache. Eine gute Methode, um mit Überforderung umzugehen, sind sie aber nicht, weil sie das Problem der Beschleunigung verschärfen.

    Ein anderes Problem, dass mir in den letzten Tagen besonders aufgefallen ist, dass nicht nur die eigene Position pointiert vorgetragen wird, sondern auch die vermeintliche Position der „Gegenseite“. Das ist gefährlich, weil sich Leute dann unverstanden fühlen und trotzig werden.

    Kein Wunder also, dass immer mehr Leute die Lust verlieren und sich rausziehen. Wir können im Moment verschiedene Abwanderungs– und Schließungstendenzen beobachten. Die einen setzen auf Protected Accounts bei Twitter, andere nutzen verstärkt Facebook, dritte wiederum leisten sich App.net, um ein bisschen zur Ruhe zu kommen und dennoch verbunden zu bleiben – ein Gefühl, das den digital citizens wichtig geworden ist. Dabei geht es immer darum, abgegrenzte Räume zu schaffen, die zumindest für den Moment das Risiko minimieren, dass eine Aussage gleich wieder 20 negative Reaktionen nach sich zieht. Ich finde das sehr schade, denn das offene Internet liegt mir am Herzen. Aber ich verstehe, woher das Bedürfnis kommt, gerade auch, weil man mit pseudogeschlossenen Plattformen auch das mit den Trollen und Hatern besser in den Griff bekommt. Die sind ein zusätzliches Problem, mit dem manche hart konfrontiert werden. Nehmt Rücksicht darauf, wenn ihr mit Leuten umgeht und um Himmels willen, erspart ihnen den Tipp, die Trolle zu ignorieren. Wir sind alle schon groß und kennen das Internet. Harassment ist serious, das lässt sich so einfach nicht wegwischen und da muss noch viel drüber nachgedacht werden. Aber das nicht in diesem Text.

    Fragt sich, was daraus folgt. Mehr Auszeiten nehmen ist eine Möglichkeit, sich immer mal wieder Bewusst machen, was da kommunikativ passiert, ist eine andere. Vielleicht ein Set von Fragen aufschreiben und an den Monitor heften. Spitze ich gerade ungerechtfertigt zu? Werfe ich in einen Topf und mache damit Fronten auf, die es nicht gibt? In welcher Situation befindet sich mein Gegenüber gerade? Ist meine Reaktion angemessen? Ich fände es interessant, eine Liste solcher Fragen mit anderen zusammen zu stellen. Hier ist ein Pad.

    Network politics in the surveillance state:
    A 29c3 review

    CHH by night with rocket
    CCH and heart of gold. Picture by anderes_hh on flickr. CC-BY 2.0

    Looking back at this year’s Chaos Communication Congress, I first of all want to say thanks to all the organizers and angels who accomplished moving this event to Hamburg and making it happen. Besides having the privilege of sleeping in my own bed during congress, I really think that CCH (Congress Center Hamburg) is a great venue for congress. Not having to worry if it’s possible to get a seat when arriving last-minute to a talk was great. I didn’t feel lost at all and practically ran into someone I know every five minutes. Congress never was solely about the lectures. You can visit workshops, hang out in the lounge, ball pit and bar areas, visit the hardware hacking area or just wander around and look at all the cool stuff that people bring to congress. The new assemblies are advancing the idea of creating such a space of diverse activities and opportunities to meet people and exchange ideas.

    Concerning the venue, the one thing I didn’t like was the idea of setting up workshops in noisy and crowded areas. There were quite a few designated rooms for workshops, but there were also workshops taking place at assemblies or the Speakers Corner. I’m still wondering if this was intended as an ironic commentary on the idea of everyone speaking out in a public space. I wanted to attend a workshop on netneutrality at Le Quadrature du Net’s assembly, which was located in the middle of the hackcenter. That did not work for me. But I think there is room enough to designate more quiet areas in the CCH for workshops during 30c3.

    Then, of course, there were exhausting discussions about anti-harassment, awareness and creeper cards. I don’t know if I’ll find the time and energy to add to this discussion via this blog, but go and read Philips post (in German). Like Anne mentioned during the policy-meeting: I would be great to have at least one summary of the discussion in English because people really were wondering what’s going on. — Oh, here it is: Ending sexism in hacker culture: A work in progress. For this post, I just wanted to focus on the talks I saw, recommending some of them to watch. Some are already online. For the english speaking audience, there was a live translation of the German talks and you should be able to find downloads and streams with translation a soon.

    My favorite talk at 29c3 was given by Eleanor Saitta and Smári McCarthy. „Long live the protocoletariat!“ was highly inspiring in terms of thinking how network politics exceeds questions of regulation of internet by thinking about superseding traditional institutions with P2P „protocols“. Examples that were discussed in the talk are Liquid Democracy and Bitcoin. Many many more questions were asked, like „what happens when Liquid Feedback meets pogroms, how a do-ocracy decides to not do something, how not to be governed (which turns out to be quite like how not to be seen), why incomplete politics are useless“. Though I’m not sure if I understood everything correctly and if I agree on an onthological level with their ideas and analysis (especially with regards to power, discourse and capital), this was the most interesting talk in my opinion and I hope you’ll find the time to watch when the video is up the video.

    I also strongly recommend Anne Roth’s talk on the Germanys intelligence agency Verfassungsschutz (Office for the Protection of the Constitution) and Heike Kleffner and Katharina König’s talk about the far-right German terror group NSU (youtube). Kleffner and König focussed on the involvement of agents in NSU’s context and the German nazi-scene. Following the analysis of both talks, one can just say that the Verfassungsschutz has to be closed down as soon as possible. Instead of protecting the constitution, the agency cross-financed German nazi-structures through their „V-Männer“. That’s just … arggggghhhhh!!!

    Violet Blue’s „Hackers as a high risk population“ is also definitely worth taking a look at. She tried to transfer some of the insights from working with other high risk populations like drug users, sex workers or homeless teens to hackers, applying a harm reduction methodology that acknowledges that certain things people do are quite dangerous, but they’re going to do them anyway.

    Jacob Applebaum’s keynote (youtube): While I don’t care too much for him constantly referring to hero-figures, I found it impressive how he managed to connect the fight against the surveillance state of the so-called hacker and information elite with those of everyday marginalized people like is mother who suffers from mental illness. What I took from it was the message that, yes, we already live in a surveillance state, where it’s an ethical decision to not actively support it by for example working in the industries that gain their profits through building it’s technologies. Also, all of us have to check for our coping mechanisms. I’d rephrase this as how we can resist to the surveillance state by also resisting it’s mechanisms of subjectivization and governementality. A critical attitude is about, in Foucault’s words, „the art of not being governed or, better, the art of not being governed like that and at that cost“ (from the essay „What is Critique?“). One relatively easy way to support the resistance against surveillance is of course running a tor relay on your computer, using open soft– and hardware and supporting organizations involved in working against surveillance.

    Two of the more technical talks I saw and liked where Moritz Simon Geist’s presentation of his mechanical drumcomputer MD-808 (youtube) and Matthew Borgatti’s lightning talk about 3d-printed prototyping of soft robots. Other talks I saw dealt mostly with network politics issues and I went to some of the traditional talks like Fnord Jahresrückblick and Security Nightmares as well. They were business as usual. A bit amusing and insightful, but not exciting.

    Talks that I still need to watch include Anatol Stefanowitsch’s presentation on language and discrimination and the one on the INDECT project by a guy called Ben (who I think I’ve met on day 4, but I was in a hurry then and did not really listen. Sorry for that!). If you like, please add your favorite talks in the comments.

    nrrrdz000019: hate is in the air

    nrrrdz logo

    Wir sind wieder da! Eigentlich waren wir nie weg, nur haben wir es ein paar Monate lang nicht geschafft, uns zum nrrrdzen zusammen zu setzen. Wir hoffen auf jeden Fall, nicht rauszufliegen, wenn ihr zum Jahresende eure Podcastabos aufräumt.
    Wir greifen ein Thema auf, das gerade in der Luft liegt: Die Probleme der Kommunikationskultur im Netz im Allgemeinen und hasserfüllte Angriffe auf Feminist_innen im Besonderen. Wir überlegen, was Handlungsstrategien und Mittel für Empowerment sein können. Außerdem reden wir App.net, die kostenpflichtige Twitteralternative und die Frage, warum nicht viel mehr Dienste kostenfrei und offen sind und von Stiftungen getragen werden. Zum Schluss gibt es wieder einen Podcast-Tipp: Besondere Umstände von Antje Schrupp und Benni Bärmann.

    Links:
    TED Talk von Anita Sarkeesian
    Medienelite: Wie wollen wir im Netz füreinander Verantwortung tragen?
    High on Clichés: Trollen, Mobbing, Stalking – feministisches Bloggen im Jahre 2012
    Leah Bretz, Kathrin Ganz und Nadine Lantzsch: Hatr.org – Wie Maskulisten den Feminismus unterstützen (erschien in „Die Maskulisten. Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum“ von Andreas Kemper, Münster, 2012)
    Sascha Lobo: Netzhass ist gratis

     
    Download (mp3, 50,5 MB, 90 Minuten)

    « Older Entries

    Newer Entries »

    @ihdl auf twitter

    Error: Twitter did not respond. Please wait a few minutes and refresh this page.

    Nrrrdz Podcast

    logo des nrrrdz podcast
    Nrrrdz Podcast: queer-feministisches Nerden. Internet, Netzkultur Gadgets und Technik mit @maj und @ihdl.

    Podcast Feed abonnieren.
    via iTunes Store.

    nrrrdz flattern

    thx :) Flattr this

    i heart digital life flattern

    thx :) Flattr this

    Der Computer kann alles

    logo des der computer kann alles podcast Der Computer kann alles. Das netzpolitische Magazin im Freien Sender Kombinat. Jeden zweiten Mittwoch im Monat von 17 bis 19 Uhr auf FSK und später bei freie-radios.net und im Podcast Feed.

    creative commons

    banner 29c3 not my department 27.-29.12.2012 hamburg

    re:publica 13
    hatr.org: troll collect