nrrrdz000022: ein_geladen

nrrrdz logoIm Gegensatz zu anderen Podcast brauchten wir heute keinen Wecker, um auf genau eine Stunde zu kommen. Wir starten ins neue Jahr mit einem Rückblick auf den 30C3. Ungeplant landen wir bei einer Diskussion über die Frage, für wen der Ort funktioniert und warum es trotz der bottom-up Strukturen schwierig ist, den Kreis der derjenigen, die sich zu dieser Party eingeladen fühlen und dort ohne zusätzlichen Aufwand eine gute Zeit haben können, zu erweitern. Zuletzt sprachen wir übrigens in Nrrrdz000011 über den 27C3. Zum Schluss gibt es noch einen Hinweis auf das zweite Dine & Discuss der Hamburg Geekettes.

Leider knistert es auf der Aufnahme :( Tut uns leid!

Links zur Folge:

  • Review zum Projekt ChaospatInnen von einer der Organisatorinnen
  • Hamburg Geekettes Dine & Discuss #2 am 28.1.14
  • Der Computer kann alles Januar 2014 mit noch mehr zum 30C3
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    Download (mp3, 28,8 MB, 60 Minuten)

    nrrrdz000021: hacken in der menstruationshütte

    nrrrdz logoNummer 21! Marlen war beim Berlin Geekettes Hackathon. Ihr Team setzte dort das Projekt „Period Quest“ um, räumte den ersten Preis ab und erntete durchaus irritierte Reaktionen. Außerdem sprechen wir über Marlens Chrome Erweiterung Aster*sk, die triggernde Wörter für euch aufkreuzt, und über Kathrins Besuch bei ifixit.

    Links zur Folge:

  • Chrome Erweiterung Aster*sk
  • ifixit.com
  • Cuterus Leaks!, das Spiel aus Period Quest
  • Berlin Geekettes Hackathon
  • Berlin Geekettes Hackathon: Apps in 24 Stunden (Meldung bei heise.de)
  • Hackleague
  • Termine in Hamburg:

  • Tech meets Social — Hands-on Innovation Lab am 21.11.13
  • github from scratch Workshop der Hamburg Tech School am 30.11.13
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    Download (mp3, 35,1 MB, 77 Minuten)

    #dcka im Oktober 2013: Netzpolitik nach der Bundestagswahl, BND, Cybersexism und GTA

    logo des der computer kann alles podcastNach einer kurzen und vorproduzierten Folge im September waren „Der Computer kann alles“ diese Woche wieder live auf Sendung. Die Oktober-Folge gibt’s jetzt bei freie-radios.net zum runterladen – wie immer ohne Musik.

    Wir sprachen über die Piraten und Netzpolitik nach der Bundestagswahl, den Internetwahlkampf der SPD (Spoiler: Dit war nix. Wir sagen warum.), den Bundesnachrichtendienst, der wenig überraschend auch bei einigen deutschen Providern mithört, ein LOL-Katzenfestival in Nordirland und Laurie Pennys neues Essay „Cybersexism“. Den gibt’s leider nur als Ebook bei Amazon; er wird aber nächstes Jahr als Teil ihres neues Buches erscheinen. Alternativ könnt ihr euch ihren Vortrag zu Cybersexism anschauen. Außerdem hat Heino GTA 5 gespielt und findet, dass es „nicht mehr lustig“ ist.

    Die nächste Sendung hört ihr am 13. November vom 17 bis 19 Uhr auf FSK, später auf freie-radios.net und im Podcast Feed.

    nrrrdz000020: mesh-up

    nrrrdz logoEine zombieesque Folge 20: Der Podcast lebt noch. Wir starten mit dem Vorhaben, uns in Zukunft weiterhin selten, dafür aber regelmäßig zu Wort zu melden. In der heutigen Folge sprechen wir über Chelsea Manning und den Editwar, der dazu gestern auf der deutschsprachigen Wikipedia zu erleben war. Marlen berichtet von der Open Tech School, wo sie als Coach ein App Summer Camp für Schülerinnen begleitet hat, und von den Hamburg Geekettes, die gerade im Entstehen sind. Zum Schluss bleiben wir aktivistisch und in Hamburg, wo gerade ein großes Freifunknetz mit vielen Knoten aufgebaut wird.

    Links zur Folge:

  • Wikipedia-Eintrag zu Chelsea Manning
  • Helga bei Femgeeks: Wann hört die unwürdige Behandlung von Chelsea Manning auf?
  • Doku zu Trans* in US-Gefängnissen: Cruel and Unusual
  • Webseite der Open Tech School und JavaScript for Absolute Beginners Workshop
  • Hamburg Geekettes Facebook-Page, dort mit Infos zum Kickoff-Meeting am 12. September
  • Kathrins Artikel zu Freifunk und das Interview mit Aktivisten von Freifunk Hamburg
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    Download (mp3, 34,3 MB, 75 Minuten)

    Links (Juli 2013)

    Bell Hooks, All About Love (bell hooks on trayvon martin vs. the state and george zimmerman
    Bell Hooks, All About Love (on trayvon martin vs. the state and george zimmerman)
    Neuer Feminismus?
    Anna-Katharina Messmer in der taz zu der Frage, wem die „altgediente Erzählung von den zerstrittenen Feministinnen“ nützt, die gerade die #auschrei-Debatte wieder populär gemacht. hat.
    Woman’s work : The twisted reality of an Italian freelancer in Syria
    Francesca Borri macht Kriegsberichterstattung in Syrien und schreibt über die Arbeitsbedingungen als freie Journalistin, ignorante Herausgeber_innen und den Konkurrenzdruck unter den traumatisierten Kolleg_innen.

    Hassloch, 1996

    Eines der ersten Themen hier im Blog, acht Jahre ist das her, war das African Village im Augsburger Zoo. Im Zuge der damaligen Thematisierung von kolonial-rassistischer Kontinuität im Stile der Völkerschauen kam eine Erinnerung in mir hoch. Es muss Ende der 80er, Anfang der 90er gewesen sein, als ich mit meinen Eltern den Holiday Park im rheinland-pfälzischen Hassloch besuchte. Ich erinnere mich, dass es dort ein „Liliputdorf“ gab, in dem Menschen gelebt und gearbeitet haben. Ich war mir jedoch unsicher, ob sich meine Erinnerung an den Freizeitpark mit Fiktion vermischt hatte. Vielleicht hatte ich zu der Zeit einen alten Film gesehen über den Zirkus gesehen? Ich recherchierte ein bisschen, fand aber nichts heraus.

    Über Ninia la Grande bin ich vor kurzem dann aber auf den Artikel „Besuch in der Kleinstadt“ im SZ Magazin gestoßen.

    Autor Till Krause teilt meine Kindheitserinnerung. Sie führte ihn zu Brigida Saar, die zwanzig Jahre lang im Holidaypark lebte und sich täglich den Blicken von Besucher_innen wie mir ausgesetzt war. Keine Privatsphäre, keine Rückzugsmöglichkeiten. Die Bewohner_innen konnten den Park noch nicht einmal abends verlassen. Das „Liliputdorf“ wurde erst 1996 geschlossen. Arbeitsbedingungen, die undenkbar sind, basierend auf der Entmenschlichung des Anderen. Niemals weit weg.

    In den Kommentaren finden sich auch Stimmen, die es bedauern, dass das Dorf geschlossen wurde: Der Park sei mittlerweile nicht mehr „authentisch“, sondern „austauschbar“.

    Das kleine digitale und das große Ganze:
    Die re:publica für zu Hause

    Das Internet heizt sozialen Wandel an, ermöglicht neue soziale Bewegungen und ist damit auch eine Bedrohung für die herrschende Ordnung. Während Staaten, Sicherheitsapparate und Kapital immer konzentrierter versuchen, gesellschaftlichen Veränderungsdruck durch die Regulierung des Internets in den Griff zu bekommen, sind die sozialen Bewegungen gefordert, den Kampf um das offene Internet gemeinsam zu gewinnen.

    Das war die These im Abstract zu der Diskussion über „Das kleine Digitale und das große Ganze“ auf der diesjährigen re:publica, die Anne Roth (@annalist), Hans Christian Voigt und ich am Dienstag bestritten haben — ohne dabei jedoch vordergründig kontrovers zu sein.


    Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Germany (CC BY-SA 3.0 DE)

    Ich glaube aber, die Kontroverse steckt bei diesem Thema im Detail. Was heißt es eigentlich, im Rahmen der re:publica – und damit unter dem Banner von Sponsoren wie Daimler und Comdirect – darüber nachzudenken, was die politische Regulierung des Internets mit sozialen Kämpfen zu tun hat? Was heißt es, die keine Hoffnung in die Reformfähigkeit von Institutionen zu haben, sich also nicht auf change management zu verlassen? Was heißt es weiterzukämpfen unter den Bedingungen neoliberaler Kontrollregime? Was heißt es, die Apathie zu überwinden?

    Es gab von unserer Seite aus keine knackige Lösung oder den ultimativen Aufruf zum Handeln. Die vielen Diskussionsbeiträge (im Vortrag ab Minute 38) aus dem Publikum zeigten mir aber, dass die angesprochenen Fragen viele umtreibt und die meisten re:publica-Besucher_innen das Netz nicht als Selbstzweck sehen.

    Bei Anne gibt’s noch die von HC auf Storify gesammelten Reaktionen auf den Vortrag zu lesen. Falls ihr Lust auf mehr re:publica habt: Michael Kreil hat eine übersichtliche Visualisierung aller vorhandenen Mitschnitte gebaut.

    Heute erschienen: Feministische Netzpolitik

    Heute ist eine Studie erschienen, die ich Ende letzten Jahres im Auftrag des Gunda-Werner-Institut Berlin geschrieben habe: Feministische Netzpolitik. Pespektiven und Handlungsfelder (PDF).

    Als Feministin, die sich mit Netzpolitik und der Netzbewegung beschäftigt, habe ich mich schon oft gefragt, welche der netzpolitischen Themen und Forderungen aus feministischer Sicht besonders wichtig sind und was in diesem Sinne gute Netzpolitik ausmacht. Getreu dem Motto „my Netzpolitik will be intersectional or it will be bullshit„1 macht es mich skeptisch, wenn von „openness“ und „Freiheit“ die Rede ist, ohne dass die Positionen benannt werden, von denen aus das geschieht.

    Entsprechend gefreut habe ich mich über den Auftrag des GWI, die feministischen Ansätze zur Netzpolitik einmal systematisch zusammenzustellen und durchzudenken. Es ging darum, zu untersuchen, welche Anknüpfungspunkte es im Bereich Netzpolitik aus einer queer-feministischen Perspektive gibt und welche Themenbereiche sich für politische Interventionen hin zu einer gerechteren Teilhabe auf Grundlage queer-feministischer Ansätze besonders eignen. In den Fokus genommen habe ich schließlich fünf Themenfelder: Den Zugang zum Internet, die Regulierung von Inhalten, Fragen des Eigentumsrechtes, Privacy und Datenschutz sowie Kommunikationsverhalten und kommunikative Gewalt im Netz.

    Der akademische Forschungsstand berücksichtigt soziale Ungleichheit bisher hauptsächlich beim digital divide, also im ersten Themenbereich. Es hat sich aber schnell gezeigt, dass zu all diesen Feldern aus feministischer Sicht etwas zu sagen ist und auch schon viel beigetragen wurde. Überrascht hat mich das vor allem beim Themenbereich Eigentumsrechte. Mir war neu, dass es feministische Auseinandersetzungen mit dem Urheberrecht gibt und ich fand es spannend zu lesen, wie hier eine Kritik daran formuliert wird, bestimmte Formen von Kreativität zu verwerten.

    Besonders deutlich geworden ist mir aber die Bedeutung des Themas Kommunikationskultur und kommunikativer Gewalt. Aus netzpolitischen Debatten wird es, gerade auf der aktivistischen Seite, in der Regel ausgeblendet. Ich vermute, dass die Befürchtung zu groß ist, dass man damit Tür und Tor für (angeblich immer schon zum Scheitern verurteilte) staatliche Regulierungsmaßnahmen öffnen würde. Allerdings bedeutet das für Betroffene oft, dass ihnen (victim blaming) der Rückzug ins Private angeraten wird. Aus feministischer Perspektive bin ich dafür, Privacy/Datenschutz und eine politische Bearbeitung des Themas kommunikative Gewalt nicht zu vermischen.

    Ich freue mich, wenn welche von euch Lust haben, in die Studie reinzulesen und ihre Ideen dazu mit mir teilen. Vom GWI aus wird es wahrscheinlich in den nächsten Monaten noch einige Impulse dazu geben, worauf ich sehr gespannt bin.

    1. In Anlehnung an den von Flavia Dzodan geprägten Satz: „My feminism will be intersectional or it will be bullshit“. []

    #dcka im Februar 2013: EU-Datenschutzverordnung, Piraten und Polizeiarbeit in Sozialen Netzwerken

    logo des der computer kann alles podcastDie Februar-Folge von Der Computer kann alles, dem netzpolitischen Magazin im Freien Sender Kombinat ist jetzt online: Der Computer kann alles – Februar 2013. Wir hatten folgende Themen am Wickel:

    • Facebook führt das Feature „Graph Search“ ein. Der Tumbler actualfacebookgraphsearches zeigt, was damit gesucht werden kann
    • Die neue EU-Datenschutzverordnung geht durch die parlamentarischen Ausschüsse. Was soll sie bringen und worüber wird gerade disktuiert? 10 Punkte Broschüre der Digitalen Gesellschaft (PDF)
    • Außerdem: Lobbyplag zeigt Übernahmen aus Lobby– und NGO-Papieren.
    • Piraten: Warum sie sich trotz der Konflikte nicht spalten werden und das Räsel um Ponader
    • Weil das hier eben nicht nur das Internet ist: Stalking im Netz und die Unfähigkeit der deutschen Behörden, angemessen zu reagieren.
    • Britische Polizei veröffentlicht Richtlinien (PDF) zur strafrechlichen Verfolgung von Hatespeech und Bedrohungen in Sozialen Netzwerken
    • Filmtipp „TPB AFK“ — Ein Film über The Pirate Bay

    Ob es im März eine Folge geben wird, ist noch nicht sicher. Ansonsten dann wieder am 10. April: Live vom 17 bis 19 Uhr auf FSK und später dann auf freie-radios.net und im Podcast Feed.

    Some links are better than others (2/2013)

    Die Kohl-Generation: Der Deckel auf dem Topf
    Momorulez bei Metalust & Subdiskurse Reloaded über die Generation der in den Kohl Jahren ff. politisch sozialisierten.
    Chancengleichheit: Ich Arbeiterkind
    Schicht als Schicksal? Ein langer Artikel über Arbeiterkinder und die Hürden, die ihnen gestern wie heute in den Weg gelegt werden.
    ’I’m a White Girl‘: Why ‚Girls‘ Won’t Ever Overcome Its Racial Problem — Judy Berman — The Atlantic
    Great analysis that shows, that the „why are there no characters of color?“-question is only one to be asked with regards to todays racialized means of cultural production.

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    Der Computer kann alles

    logo des der computer kann alles podcast Der Computer kann alles. Das netzpolitische Magazin im Freien Sender Kombinat. Jeden zweiten Mittwoch im Monat von 17 bis 19 Uhr auf FSK und später bei freie-radios.net und im Podcast Feed.

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    re:publica 13
    hatr.org: troll collect