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		<title>Ein Rant über Primarschule und Elterngeld</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 09:18:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ihdl</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Oekonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Bundesstipendien-Programm für die zukünftige Elite st [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesstipendien-Programm für die zukünftige Elite statt einer ordentlicher Bafög-Erhöhung alle Studierenden, die Bafög-berechtigt sind. Kein Elterngeld für Transferleistungsbezieher_innen, keine Primarschule in Hamburg. Mir wird ganz anders, wenn ich mir die Entwicklungen der letzten Wochen ansehe. Wenn hier eine die Verhältnisse zuspitzt, dann ist es die liberal/ökologisch/konservative Mittelschicht in ihren verschiedenen Figurationen. Abstiegsängste und Normalitätsvorstellungen führen zu immer ausschließenderen Investitionen ins eigene(!) Kind und in die eigenen Privilegien.</p>
<p>Die Herkunftseliten dünken sich Leistungseliten und <a href="http://www.freitag.de/politik/1028-der-kampf-der-herkunftseliten">schämen sich nicht zu behaupten</a> &#8220;Ein Arbeiterkind kann vom Kind eines Vorstandsvorsitzenden profitieren, aber nicht umgekehrt, und das ist nicht zu verantworten!&#8221; Es sind aber nicht allein die Vorstandsvorsitzenden und der Blankeneser Geldadel, die sich erfolgreich gegen die Einführung der Primarschule in Hamburg eingesetzt haben. Es sind auch die netten jungen Akademikerfamilien aus Eimsbüttel, die beim Gespräch mit den Nachbar_innen im Bioladen nicht sagen würden, dass der Sarrazin ja auch irgendwo Recht hat oder dass sie mal Schill gewählt haben. Aber bei der Vorstellung, ihre eigenen Kinder könnten nicht nach vier Jahren in die Pforten des Gymnasiums unter ihresgleichen auf die Universität vorbereitet werden, kriegen sie Panik. Sie erzählen sich selbst und anderen, diese Reform sei einfach nicht gut vermittelt worden und man fürchte Chaos bei der Umstellung, das nicht gut ist für die Kinder. Sie fürchten aber auch um ihre Privilegien. Privilegien, von denen sie sich einbilden, sie alleine hart erarbeitet zu haben, als würden die Zugehörigkeit zur &#8220;Mehrheitsgesellschaft&#8221;, die Entscheidung für das normale Leben und die Herkunft, die eine akademische Ausbildung ermöglichte, keine Rolle dabei spielen.</p>
<p>Warum sollten sie auch ihre gesellschaftliche Position hinterfragen, wenn die Regierungen seit Jahren genau dieser elitären, neoliberalen Logik forciert? Eltern werden familienpolitisch <a href="http://www.feministisches-institut.de/familienpolitik/">seit knapp einem Jahrzehnt </a>als Personen adressiert, deren Bedürfnisse am Besten mit Hilfe eines Opportunitätskostenmodells erfasst werden können. Das Grundprinzip des Elterngeldes ist bekanntermaßen der Lohnersatz für das Elternteil, welches zugunsten der Kinderbetreuung zwischenzeitlich aus dem Beruf aussteigt. Die Berechnung geht so: Zu welchem Preis leiste ich mir den Berufsausstieg? Was muss mir der Staat ersetzen, damit mein Lebensstandard in den Elternmonaten ungefähr gleich bleibt? Auf dieser Prämisse gebaut wurde das Elterngeld, gerne als &#8220;<a href="http://ht.ly/2cVYm">Wurfprämie</a>&#8221; für Besserverdienende bezeichnet, ein schillernder Mix aus Neoliberalismus mit leichtem feministischen Einschlag (&#8220;Vätermonate&#8221;) und konservativen Spuren. Es geht nicht um ein ausreichendes Haushaltseinkommen für alle Familien mit kleinen Kindern, sondern um die individuelle Kosten-Nutzen-Rechnung. Die einzige Ausnahme hierbei ist auch nach allen Kürzungsvorschlägen der letzten Wochen die Alleinernährerfamilie. Für sie war das Elterngeld am wenigsten konsequent, denn, in real existierenden Klischees gesprochen: Die Hausfrau ohne eigenes Einkommen in den Monaten vor der Geburt erhält den Grundbetrag des Elterngeldes unabhängig vom Verdienst ihres Mannes. Die von ALG 2 lebende Alleinerziehende zukünftig nicht.</p>
<p>&#8220;Ist das Gerecht gegenüber denen, die arbeiten?&#8221; fragt sich nicht nur Christina Schröder und erhält dafür vermutlich Zustimmungen bei einigen, die sich sowieso für den &#8220;Zahlmeister der Nation&#8221; halten und nicht sehen, dass die Mittelschicht schon jetzt mehr aus dem Gemeinwesen bekommt als sie einzahlt. <a href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EDBFBA61F4FF14CE7ABC202167DE8F4C9~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Es sind die Mittelschichtsfamilien</a>, die öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder, Theater und Bücherhallen nutzen und ihre Kinder aufs Gymnasium schicken, wo der Unterricht pro Kind teurer ist als auf der Real- oder Hauptschule. Eigenverantwortung, Leistungsindividualismus und Refamiliarisierungstendenzen produzieren eine Stimmung, in der Leuten, denen es eigentlich ganz gut geht, Angst davor haben, dass &#8220;sozial Schwache&#8221; (als seien die es von Natur aus, als sei dies kein gesellschaftliches Verhältnis!) ihnen und ihrem Nachwuchs im Weg stehen beim Kampf gegen Prekarisierung. </p>
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		<title>20 Jahre Jenseits der Geschlechtergrenzen</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 07:47:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ihdl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>

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		<description><![CDATA[20 Jahre "Jenseits der Geschlechtergrenzen" Jubiläumsp [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>20 Jahre &#8220;Jenseits der Geschlechtergrenzen&#8221; Jubiläumsparty<br />
<strong>Samstag, 19. Juni 2010, 21 Uhr, <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=sternstr.+2+hamburg&#038;sll=51.151786,10.415039&#038;sspn=15.151818,33.662109&#038;ie=UTF8&#038;hq=&#038;hnear=Sternstra%C3%9Fe+2,+Hamburg+20357+Hamburg&#038;z=16">Sternstraße 2</a> im <a href="http://centrosociale.breitaufgestellt.de/">Centro Sociale</a></strong></p>
<p><a href="http://agqueerstudies.de/wp-content/uploads/2010/06/20jdgg1.jpeg"><img class="size-medium wp-image-883 alignleft" title="20jdgg" src="http://agqueerstudies.de/wp-content/uploads/2010/06/20jdgg1-214x300.jpg" alt="" width="214" height="300" /></a></p>
<p>Die AG-QueerStudies feiert 20 Jahre &#8216;Jenseits der Geschlechtergrenzen&#8217;. Anno 1990 &#8211; das Veröffentlichungsjahr von &#8220;Gender Trouble&#8221; &#8211; als studentisches Projekt an der Uni Hamburg gestartet, besteht die immer noch selbstorganisierte Vortragsreihe seit nunmehr zwei Dekaden. Damals wie heute geht es um kritische Interventionen in die Produktion von (Hetero-)Normalitaeten. Denn: Wir sind gekommen, um zu bleiben  – und uns an den Verhältnissen zu reiben! Was für ein Anlaß zum Feiern! Mit queer-kulturellem Rahmen-Programm, Stößchen, (auch veganer) Torte und Tanz, am 19. Juni ab 21 Uhr im Centro Sociale.</p>
<p>Das &#8211; umfangreiche wie grandiose &#8211; Programm wird in Kürze auf der Seite der <a href="http://agqueerstudies.de">AG Queer Studies</a> veröffentlicht.</p>
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		<title>Intersektionalität – all inclusive?!</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 21:32:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ihdl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Academia]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Rassismuskritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen früh beginnt an der Uni Hamburg eine Winterscho [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen früh beginnt an der Uni Hamburg eine <a href="http://zentrum-genderwissen.de/de/studium/winterschool.html">Winterschool mit dem Titel &#8220;Intersektionalität als Kritik&#8221;</a>, die ich zusammen mit vielen Kolleginnen organisiert habe. In vier Seminaren werden sich über 80 Teilnehmer_innen bis Sonntag mit intersektionalen Fragestellungen und Forschungsansätzen beschäftigen. Zum öffentlichen Teil der Veranstaltung gehören die Vorträgen der Dozent_innen am Donnerstag und Freitag Vormittag (10-13 Uhr im ESA W Raum 221) und eine Diskussionsveranstaltung mit Inputs am Samstag Abend. Von 19 bis 21 Uhr stellen wir uns der Frage &#8220;Intersektionalität &#8211; all inclusive?!&#8221;. Die Veranstaltung findet in der Edmund-Siemers-Allee 1 im westlichen/linken Flügelbau des Hauptgebäudes der Uni in Raum 221 statt und wird von Schriftmittler_innen begleitet. Das Flyer-PDF könnt ihr <a href="http://www.iheartdigitallife.de/fotos/allinclusive.pdf">hier runterladen</a>. </p>
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		<title>Queere Videos aus Kanada</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2010 13:44:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ihdl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegtbild]]></category>
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		<category><![CDATA[Queer]]></category>

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		<description><![CDATA[
Allein schon wegen des Bildes muss ich diesen Veranst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/fotos/coraL_klein.jpg"><br />
Allein schon wegen des Bildes muss ich diesen Veranstaltungshinweis hier posten! Am Freitag wird im feministischen Wohn- und Werkstattprojekt <a href="http://villamagdalenak.de/">Villa Magdalena K</a> in Hamburg eine Reihe Queerer Videos aus Kanada gezeigt:</p>
<blockquote><p>coral short präsentiert ein programm mit kanadas feinsten queeren videomacher_*innen. versüßt wird das ganze mit einigen kreativen ahornjägern aus anderen ländern. sie hat die ahornbäume von vancouver über toronto bis montreal angezapft und noch ein paar ausgewanderte biber aus berlin, portland und new york dazugepackt. diese innovativen berglöwen und bären berichten über themen wie kolonialismus, zahnfleischentzündungen, gaybombs und feiernde hexen.</p>
<p>mit: nikki forrest (montreal), leah finkel / julie saragosa (toronto/berlin), clark nikolai (vancouver), maya suess /sepideh (new york city/ vancouver), coco riot (montreal) , helen reed (portland), morgan sea (montreal), michael v smith (vancouver), coral short (montreal), flannypack (montreal), axon dluxe (new york city), anna helme featuring textaqueen (melbourne), vincent chevalier (montreal)</p></blockquote>
<p>freitag ∙ 29|01|10 ∙ 20:00<br />
villa magdalena k ∙ bernstorffstr. 160 a ∙ hamburg</p>
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		<title>Workshop Queer meets Disability</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 10:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ihdl</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die AG Queer Studies und das Zentrum für Disability St [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die AG Queer Studies und das Zentrum für Disability Studies an der Uni Hamburg veranstalten am 4. Januar 2010 einen Workshop mit Robert McRuer (Washington) und Heike Raab (Innsbruck), der die aktuellen Entwicklungsstände und die gegenwärtig geführten Debatten der Queer Disability Studies einerseits aus us-amerikanischer Perspektive und andererseits für den deutschsprachigen Raum aufzeigen. Ein Anliegen ist es, die jeweils unterschiedlichen Diskussionsstände darzulegen und neue Anregungen und Impulse für die deutschsprachigen (Queer) Disability Studies zu erhalten. Weitere Informationen im <a href="http://agqueerstudies.de/einladung-zum-disability-workshop-04-01-2009/">Blog der AG Queer Studies</a>.</p>
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		<title>Kaufkraftbindung gleich Aufenthaltsqualität</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/kaufkraftbindung-gleich-aufenthaltsqualitat/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 08:25:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ihdl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Oekonomie]]></category>

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		<description><![CDATA[BewohnerInnen Altonas haben einen Offenen Brief an den  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>BewohnerInnen Altonas haben einen <a href="http://www.wirsindwoanders.de/files_ikea/demo.php">Offenen Brief</a> an den IKEA-Gründer Ingvar Kamprad geschrieben. Darin formulieren sie sehr anschaulich, worin das Problem der politischen Definitionsmacht einer lebenswerten Stadt liegt, über das <a href="http://www.iheartdigitallife.de/aufwerten/">hier im Blog</a> auch schon diskutiert wurde.</p>
<blockquote><p>Zunächst mal ein Rat: Glaub unseren Politikern kein Wort! Diese Menschen haben eine gestörte Wahrnehmung von der Wirklichkeit in unserem Viertel. Sie halten das Frappant-Gebäude, das du für dein Möbelhaus abreißen möchtest, für einen „Schandfleck“. Das stimmt aber nicht. Im Frappant arbeiten über hundert Künstler, Theaterleute und Musiker. Wir haben dort in den letzten Jahre großartige Parties gefeiert und jede Menge spitzenmäßige Konzerte und Ausstellungen gesehen, mit kaum Geld und viel Einsatz aus dem Boden gestampft. Das ist unseren Politikern aber nicht nur herzlich egal, sie machen den angeblichen „Schandfleck“ auch noch dafür verantwortlich, dass die angrenzende Fußgängerzone „unattraktiv“ sei. Schon vor Jahren haben sie per Expertise feststellen lassen, dass es ihr an „Aufenthaltsqualität“ fehle, dass sie „unbelebt und ungastlich“ sei. Sie behaupten dort, dass unsere Flaniermeile „nicht mehr die Funktion eines Bezirkszentrums sowie eines wichtigen Zentrums für das öffentliche, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben einnimmt.“ Wie gesagt, Ingvar, glaub ihnen kein Wort! Setz dich an einem beliebigen Sommernachmittag ins Eiscafé Filippi oder vor Dat Backhus und du wirst mit eigenen Augen feststellen: Jede x-beliebige deutsche Kleinstadt würde sich die Finger lecken nach so viel Leben. Jede Menge Leute sind hier unterwegs, Normalos und Freaks mit und ohne Kopftuch, Punk und Alkis mit und ohne Hunden, Opis und Omis, Kinder und Jugendliche.</p>
<p>Tatsächlich meinen unsere Politiker auch garnicht „Leben“. Was sie meinen, steht in ihrer Expertise: „Der Funktionsverlust – insbesondere der Großen Bergstraße – manifestiert sich in einer anhaltend sinkenden Kaufkraftbindung.“ Klingt kompliziert, ist aber eine ganz einfache Logik: Es kann noch so viel auf der Straße los sein – wenn nicht genug verkauft wird, behaupten sie, es gäbe dort kein „Leben“. Lächerlich, nicht wahr? Aber so geht eben die Standortlogik neoliberaler Politik: Nur wo ordentlich abgemolken wird, ist es schön. Alles andere ist hässlich.</p></blockquote>
<p>Der vollständigen Protestbrief gegen den geplanten Bau einer IKEA-Filiale in der Großen Bergstraße kann auf <a href="http://www.wirsindwoanders.de/files_ikea/demo.php">www.wirsindwoanders.de</a> gelesen und unterzeichnet werden (via <a href="http://gentrificationblog.wordpress.com/2009/10/29/hamburg-ikea-macht-gentrification-zum-new-urban-mainstream/">Gentrification Blog).<br />
</a></p>
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		<title>Guter Dreck, schlechter Dreck</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 10:01:00 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<description><![CDATA[Markus Schreiber, Chef des Bezirksamts Mitte, äußert  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Markus Schreiber, Chef des Bezirksamts Mitte, äußert sich im taz-Interview mit Iris Hellmuth und Sven Stillich über die Aufwertungs- und Verdrängungsprozesse in St. Pauli und Wilhelmsburg und meint  <a href="http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/?dig=2009%2F09%2F24%2Fa0079&#038;cHash=80e3e13f83">&#8220;Fast alle können dort bleiben&#8221;</a>.</p>
<blockquote><p>Wir wollen die Künstler nutzen, um eine Atmosphäre zu schaffen. Die Künstler kommen zuerst, dann wird der Stadtteil aufgewertet. Gentrifiziert. Die sind die Vorhut.</p></blockquote>
<p>Der Begriff Gentrifizierung, von vielen vor ein paar Monaten noch als zu sozialwissenschaftlich, zu abstrakt und lebensfern wahrgenommen, ist ja mittlerweile in aller Munde. Dass ein SPDler und Bezirksamtsleiter ihn affirmativ verwendet, überrascht mich aber doch ein bisschen. Es ist aber auch wirklich kein Geheimnis, warum sich die Künstler_innen des <a href="http://www.gaengeviertel.info/">Gängeviertels</a> – für die er nur warme Worte übrig hat – lieber in Wilhelmsburg einnisten sollen.</p>
<p>Schreiber hat gut erkannt, wie das alles funktioniert: Wer Stadt<del datetime="2009-09-24T09:27:11+00:00">teilpolitik</del>marketing macht, muss Vielfalt fördern. Die Viertel sollen ja am Ende nicht alle gleich aussehen, und darum differenziert Schreiber zwischen gutem und schlechtem Dreck.</p>
<blockquote><p><strong>Was wertet Wilhelmsburg ab?</strong><br />
Das hat viel mit Dreck zu tun. Damit, wie die Häuser und der öffentliche Raum aussehen. Die Ausstellung wird Wilhelmsburg verändern &#8211; und weil der Wohnungsbestand stark öffentlich gefördert ist, gelingt es hoffentlich, dass die Mieten nicht explodieren. Wir wollen den Stadtteil verändern, ohne die Bewohner zu verdrängen.</p></blockquote>
<p>In Wilhelmsburg schadet Dreck. In St. Pauli ist er ein Standordfaktor:</p>
<blockquote><p>Städte sind lebende Organismen: Wenn sich an der einen Stelle etwas ändert, dann gibt es an einer anderen etwas Neues. Leute, die mehr Geld haben und trotzdem nach St. Pauli ziehen, machen das, weil es so bunt ist. Ein bisschen rumpelig, verrucht, dreckig, kreativ. (…)<br />
Ich glaube St. Pauli ist durch den Schmutz, die Obdachlosen und Prostituierte ein bisschen davor geschützt, ganz Eppendorf oder ganz beliebig zu werden.<br />
(…)<br />
Haben Sie den Film &#8220;<a href="http://www.empire-stpauli.de/">Empire St. Pauli</a>&#8221; gesehen?<br />
<strong>Ja.</strong><br />
Da wird einiges übertrieben &#8211; aber da ist auch etwas dran. Das Gefühl, dass man St. Pauli nicht beliebig machen darf, das teile ich.</p></blockquote>
<p>Die Zitate sind nur ein Vorgeschmack auf ein Interview voller Knülleraussagen, in dem wir erfahren, dass Schreiber weder Sushi noch Hundescheiße wirklich mag, dass höhere Bildungsabschlüsse bei steigenden Mieten helfen, und dass hohe, schlanke Bürotürme besser sind, als hohe, dicke Bürotürme. Wahnsinn! <a href="http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/?dig=2009%2F09%2F24%2Fa0079&#038;cHash=80e3e13f83">Unbedingt lesen</a>! </p>
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		<title>Wahlkreis Hamburg Mitte</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 15:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ihdl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ein paar Wochen war ein alter Freund von mir, der j [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Wochen war ein alter Freund von mir, der jetzt in Berlin lebt, mal wieder in Hamburg. Wir saßen im Park Fiction, schauten auf den Hafen und unser Gespräch drehte sich um die Hamburger Verhältnisse und die anstehende Bundestagswahl. Er erzählte mir eine alte Geschichte über Johannes Kahrs, den Direktkandidaten der SPD in Hamburg Mitte. Sie spielt Anfang der 1990er Jahre in Hamburger Juso Kreisen und ist in <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Johannes_Kahrs_(Politiker)&#038;oldid=64477175">Kahrs Wikipedia Eintrag</a> dokumentiert:</p>
<blockquote><p>Im Mai 1992 erstattete die Hamburger Juso-Landesvorständlerin und innerparteiliche Konkurrentin Silke Dose Anzeige wegen nächtlicher anonymer Telefonanrufe mit drohendem und beleidigendem Inhalt. Die Drohanrufe wurden über mehrere Monate hinweg wiederholt. Sie vermutete einen Stalker. Die Fangschaltung der Ermittler ergab Kahrs als Anrufer. Das Strafverfahren gegen Kahrs, in dem ihn Ole von Beust vertrat, wurde gegen Zahlung der Gerichtskosten und eines Bußgeldes von 800 DM eingestellt. Daraufhin forderten ihn im August 1992 über 50 Hamburger Sozialdemokraten erfolglos zum Rücktritt von allen politischen Ämtern auf.</p></blockquote>
<p>Auch im <a href="href="http://archiv.mopo.de/archiv/1998/19980904/91680327223617.html">Mopo-Archiv</a> kann man die Geschichte finden, oder bei der <a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E658E7B2FE53B462B9F8027CBE7EE0B2C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a>: </p>
<blockquote><p>Auch Strategen machen Fehler. Kahrs macht einen großen 1992. Die damals 22 Jahre alte Silke Dose, linke Gegnerin von Kahrs im Hamburger Juso-Vorstand, erhält nachts anonyme Anrufe, in denen der Anrufer teils auflegt, teils schweigt oder sie mit Sätzen wie „Ich krieg dich, du Schlampe“ bedroht. Die junge Frau beantragt eine Fangschaltung.</p></blockquote>
<p>Ich bin schockiert darüber, dass dieser Mann es in der SPD so weit bringen konnte und schon drei Mal und ohne Listeplatz-Absicherung als <a href="http://www.iheartdigitallife.de/erststimme/">Direktkandidat</a> in den Bundestags eingezogen ist. Trotz der Sache mit Silke Dose, trotz der Spenden aus der Rüstungsindustrie, über die die <a href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E658E7B2FE53B462B9F8027CBE7EE0B2C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> berichtet. Er ist Sprecher des Seeheimer Kreises (das ist der konservative Flügel der SPD Bundestagsfraktion) und hat einen großen Einfluss auf die Hamburger SPD.</p>
<p>Es gibt – manche wird diese Aussage wundern – gute Gründe, die SPD bei der Bundestagswahl zu wählen. Schwarz-Gelb verhindern, neue Atomkraftwerke verhindern, die gesetzliche Krankenversicherung bewahren, dafür sorgen, dass ALG2 nicht gekürzt wird … das kleinere Übel eben. Einen Grund, Johannes Kahrs zu wählen, sehe ich nicht. Ich drücke <a href="http://www.duell-um-berlin.de/">Farid Müller</a> die Daumen, obwohl es ein bisschen peinlich ist, dass er  seine <a href="http://twitter.com/FaridMueller">Tweets</a> mit #FaridMueller verschlagwortet.</p>
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		<title>Recht auf Stadt</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 15:11:45 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<description><![CDATA[Schamoni: Wobei ich mich frage: Ist die Hafencity nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Schamoni: Wobei ich mich frage: Ist die Hafencity nicht die Lösung für uns? Ist das nicht das, was wir immer wollten? Wir brauchen so einen Magneten, so einen Arschlochmagneten. Das Gelände ist groß genug, um einen großen Teil dieser Arschlöcher dorthin auszulagern; diesen Leuten ist es in der Gegend, wo wir befürchten, daß sie uns plattmachen, auf Dauer doch sowieso nicht wirklich angenehm. Da ist immer noch Kotze vor der Tür oder Hundescheiße. Wenn die Hafencity fertig ist, können die da alle rüberziehen, da passen wirklich Zehntausende von denen rein. Wir kriegen unsere Paläste hier, und die haben ihre wunderbaren Hütten da drüben.</p></blockquote>
<p>Aus aktuellem Anlass – dem zweiten Schanzenviertelfest 2009 – hat die Konkret ein Gespräch mit Rocko Schamoni und  Christoph Schäfer über Gentrifizierung und Hamburg online gestellt, das in der Augustausgabe veröffentlicht wurde: <a href="http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=a2">&#8220;Die Kämpfe um urbane Räume werden noch lange weitergehen&#8221;</a>. </p>
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		<title>Links vom 4. bis 15. September 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 11:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ihdl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Delikatessen]]></category>
		<category><![CDATA[DigitalLife]]></category>
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		<description><![CDATA[Die deliziöse Linksammlung nach dem Klick!


       [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die deliziöse Linksammlung nach dem Klick!<span id="more-1457"></span></p>
<ul class="delicious">
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<div class="delicious-link"><a href="http://riot-skirts.de/riotskirts_projekte.html">KALENDAAAA!</a></div>
<div class="delicious-extended">Wenn ich im Moment Holzkalender benutzen würde, würde ich diesen nehmen.</div>
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<li>
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</ul>
<ul class="delicious">
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<div class="delicious-extended">Julia Seelinger kommentiert das Internet Manifest. Word.</div>
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<div class="delicious-extended">von Do. Gerbig</div>
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