Kurz notiert: Trackback über die
Netzbewegung & Frauen in der Netzpolitik

Letzte Woche hab ich mit Teresa von Trackback telefoniert, die mich zu Internet-Aktivismus und der Netzbewegung befragt hat. Das Interview lief dann am Samstag in der Sendung, ihr könnt es aber auch nachhören. Die Sendung lohnt sich nicht zuletzt auch wegen des Beitrages mit Anne Roth, die über Frauen in der Netzpolitik interviewt wurde. Die Diskussion dazu zieht sich jetzt schon seit ein paar Tagen durch mehrere Blogs. Einen zusammenfassenden Einstieg dazu findet ihr wiederum bei Anne.

#dcka im Dezember 2012: Piraten, Nazis & das Leistungsschutzrecht

logo des der computer kann alles podcastDie aktuelle Folge von ‚Der Computer kann alles‘ ist jetzt online. Wir sprachen über die Piratenpartei und den Lawblogger Udo Vetter, der ein Mandat der rechten Gruppe „Besseres Hannover“ angenommen hat und gerne in den Bundestag einziehen möchte. Breaking war am Tag der Sendung die Bekanntgabe, dass einige Piraten sich im Frankfurter Kollegium zusammenschließen. Ihr hört, wie unspektakulär es sein kann, wenn die Polizei in Nordirland Social Media entdeckt, obwohl gerade Riots sind. Wo bleibt die Panikmache? Panik dagegen in den Häusern Springer und Google: Kommt das Leistungsschutzrecht? Zum Schluss fragen wir uns, was eigentlich der Sinn und Zweck der ganzen Kommentarmöglichkeiten im Netz ist und ob die Leute nicht besser mal die Kresse halten sollten.

Am 9. Januar hören wir uns, wenn ihr mögt, wieder: Live vom 17 bis 19 Uhr auf FSK und später dann auf freie-radios.net und im Podcast Feed.

#dcka im September 2012: Backlash, GEMA, Konzernmacht, Post-Privacy

logo des der computer kann alles podcastDie aktuelle „Der Computer kann alles“-Folge vom 12. September ist zwar schon seit einer Woche online, ich möchte sie hier aber noch mal erwähnen, weil sie mir dieses mal besonders gut gefallen hat. Das muss an den schaurigen Themen liegen. Wir sprechen über die vielen Gesichter des Backlash: Leute, die sich über WG-Anzeigen mokieren, sexistische Kackscheiße und die konservative Angst von einer „Zwangssolidarität“ mit Pussyriot. Es geht um den Protest der Clubbetreiber_innen gegen die GEMA-Tariferhöhungen und deren mediale Gegenoffensive, die Macht der großen Netzkonzerne über Informationen und das Ende der Netzneutralität. Schön finden wir beide sancznys Text über das Post-Privacy-Wunderland, also reden wir darüber. Um die Sache abzurunden geht es am Ende noch mal um ein Backlash-Phänomen, diesmal in Form einer DDOS-Attacke gegen Telecomix, die irgendwelchen Hatern zu liberal, zu feministisch und zu pc sind.

Am 10. Oktober gehen wir dann in die nächste Runde: Von 17 bis 19 Uhr auf FSK und später dann auf freie-radios.net und im Podcast Feed.

Geschichte wird gemacht (CRE 196)

CRE, das zu den deutschsprachigen Podcasts mit der größten Reichweite gehört, hat sich dem Thema Feminismus (CRE 196) angenommen. Zu Gast in der über drei Stunden langen Sendung war Katrin Rönicke, die im Gespräch mit Tim Pritlove über ihren feministischen Werdegang, die Geschichte der Frauenbewegung und verschiedene geschlechterpolitische Fragen Auskunft gab. Wie zu erwarten war, gab es nicht nur die üblichen feminismuskritischen Wortmeldungen, sondern auch kritische Anmerkungen aus der (pro-)feministischen Bubble. Sofakissen hat sich in seiner Raummaschine schon darüber ausgelassen, dass er den Feminismus-CRE als sehr männerkompatibel und flauschig wahrgenommen hat, was er daran festmacht, dass zum Beispiel das Thema Gewalt ausgeklammert wird.

Das ist mir beim Hören auch aufgefallen. Es gab aber noch eine andere große Leerstelle, auf die hinzuweisen ich wichtig finde. Die Debatten, die unter Stichworten wie „Differenzen zwischen Frauen“ oder „Intersektionalität“ bekannt sind, werden in der Sendung nämlich völlig ausblendet. Deutlich wird das zum Beispiel, wenn Katrin Rönicke ihr Verständnis der „dritten Welle“ beschreibt. Was im Podcast rüber kommt: Eine jüngere Generation stellt fest, dass die alten Probleme noch immer nicht (alle) gelöst sind: Sexismus, Vereinbarkeit, Karriere. Also wird Feminismus neu aufgerollt, ein paar Sachen müssen aber über Bord geworfen werden (z.B. die Ablehnung von Pornographie und BDSM, die Männerfeindlichkeit). Die Feministinnen der dritten Welle sind „kooperativer“ als die der Zweiten. Das ist durchaus eine verbreitete Deutung von zeitgenössischem Feminismus, unterschlägt aber mindestens zwei Punkte.

Zum einen: Intersektionalität kommt nicht vor. Die Diskussion um Mehrfachunterdrückung, sich überschneidende Formen gesellschaftlicher Ungleichheit und die sich daraus ergebenden unterschiedlichen sozialen Positionierungen fehlt. Gut, Intersektionalität ist ein ziemlich akademisches Wort, eine Analysemethode. Aber ist kein Thema, mit dem sich nur im Elfenbeinturm beschäftigt wird. Feministische Aktivist_innen beschäftigen sich heute mit Themen wie Mehrfachpositionierung. Im Policybereich, z.B. bei den Weltfrauenkonferenzen der Vereinten Nationen geht es schon lange um das Verhältnis von Race, Gender und Class. Viele Konflikte wurden geführt und es waren vor allem marginalisierte Frauen*, die darum gekämpft haben, dass eine weiße, nicht von Behinderung betroffene, bürgerliche Perspektive nicht alles sein kann und dass auch diese Perspektive etwas mit rassistischen Strukturen, Kapitalismus, Gesundheitsdiskursen usw. zu tun hat. Das ist auch alles nicht neu: In der ersten Frauenbewegung gab es neben den bürgerlichen auch sozialistische Feministinnen, die Feminismus und Klassenkampf zusammengedacht haben. Für die Diskussion um Intersektionalität sind Texte von amerikanischen Women of Color (das Combahee River Collective Statement (1977) zum Beispiel) besonders einschlägig. Es ist auch nicht so, als sei das eine US-Debatte, die mit den hiesigen Verhältnissen nichts zu tun hat. Schaut euch mal die Interventionen von Schwarzen Frauen und Migrantinnen an, zum Beispiel den Text Wir, die Seiltänzerinnen (1994) von FeMigra. Oder die Auseinandersetzungen um doppelte Diskriminierung von Frauen mit Behinderung (Texte von Swantje Köbsell: 1, 2). Das sind nur die bekanntesten Beispiele, von denen ich weiß, dass sie immer wieder aufgeführt werden, um wenigstens zu sagen: Hier schaut, das gibt es alles! Nehmt es wahr!

Ein zweiter Punkt ist die Kritik an der binären Zweigeschlechtlichkeit (d.h.: es gibt nur Männer und Frauen und die sind im Normalfall in ihrem Begehren aufeinander bezogen) und der Ausgrenzung von Menschen, die in dieses Schema nicht passen können oder wollen, auch aus feministischen Räumen. Über das Verhältnis von Feminismus und Queeren Politiken (Woltersdorf: Queer Theory und Queer Politics, 2003) wird im CRE nicht gesprochen. Tim Pritlove versucht das, wenn ich es richtig rausgehört habe, an einer Stelle einzubringen, Katrin Rönicke lenkt das Thema auf ihre Erfahrungen mit (heterosexueller) Mutterschaft. Nicht, dass das kein wichtiges Thema wäre. Der Gesprächsverlauf an der Stelle zeigt aber gut, wie aus einer bestimmten Position heraus Themen gesetzt und andere unsichtbar gemacht werden.

Die CRE-Folge ist also ein hervorragendes Beispiel dafür für eine Geschichtsschreibung, die dominante gesellschaftliche Positionen reproduziert und andere unsichtbar macht. Ich halte es nicht für falsch, sich zum Beispiel über die Rollenverteilung von heterosexuellen Eltern zu unterhalten, um bestimmte Punkte zu vermitteln. Mit dem Thema können vermutlich viele CRE-Hörer_innen etwas anfangen und es gibt Anstoß, über eigene Erfahrungen nachzudenken (auf eine angenehmere Art, als wenn ich mich fragen muss, wo ich eigentlich in letzter Zeit männliches Dominanzverhalten an den Tag gelegt habe). Ich halte es aber für falsch, intersektionale und heteronormativitätskritische Perspektiven in einem dreistündigen Gespräch, das offensichtlich den Anspruch hat, über die Geschichte des Feminismus etwas zu vermitteln, komplett auszublenden und über 30 Jahre feministische Auseinandersetzung zu übergehen.

Der „pragmatische Feminismus“ von Katrin kommt gut an, das merke ich an den Reaktionen auf Twitter. Und so wünschenswert ich es finde, dass viele Leute ein Verständnis für Feminismus entwickeln, so frage ich mich doch: Geht das nur um den Preis, sich gegenüber denjenigen abzugrenzen, die mit dem Malestream nicht kompatibel sein wollen? Diese Form von „pragmatische Feminismus“ hat den Effekt, gerade bei den „irgendwann ist mal gut“-Apologet_innen gut anzukommen und erweist so den Vertreter_innen der aktuellen Diskurse einen ErklärBärendienst. Die intersektionalen Ansätze gelten dann en passant als „zu kompliziert, zu radikal“. Sie sind aber State of the Art (seit 30 Jahren!), nehmt sie ernst. They are the stories … that need to be told. sab_culture hat das viel besser formuliert: „they are told, but more often ignored, not acknowledged, over heard, over voiced …“

Die Wortspielcredits für den Erklärbärendienst gehen an Philip Steffan.

#dcka im Juni 2012: Transparenz, Schufa & Hackerspaces

Unser netzpolitisches Magazin „Der Computer kann alles“ läuft ja nun seit einiger Zeit monatlich bei FSK. Im Juni haben Heino und ich wieder eine Sendung gemacht, diesmal topaktuell zum neuen Transparenzgesetz, das am selben Tag in Hamburg verabschiedet wurde. Wir beschäftigen uns recht ausführlich mit dem Gesetz, aber auch mit der Frage, warum Transparenz gerade en vogue ist und wie sich diese Forderung zum Politischen verhält. Das zweite Thema der Sendung waren die – mittlerweile eingestampften – Pläne der Schufa, gemeinsam mit dem Hasso Plattner Institut zu erforschen, wie sich soziale Netzwerke für die Bewertung der Kreditwürdigkeit und Zahlungsmoral von Personen nutzen lassen.1 Zum Schluss ging es noch um Hackerspaces und die Diskussion über die Offenheit der Szene.2. Wenn euch die Themen der letzten Sendungen interessieren klickt ihr einfach unten.

  • Juni 2012: Transparenz, Schufa, Hackerspaces
  • Mai 2012: Re:publica, freies Wlan, gekaufte Follower, Urheberrecht
  • April 2012: Piraten Partei, Urheberrecht, Stille SMS

Die Sendung gibt es wie gewohnt bei freie-radios.net zum Runterladen und per RSS-Feed auch für den Podcastclient der Wahl. Falls ihr „Der Computer kann alles“ in einem anderen freien Radio als Austauschsendung senden möchtet könnt ihr gerne Kontakt mit mir aufnehmen. Dazu könnte ich auch die insgesamt zweistündige Sendung mitsamt Musik über freie Radios zur Verfügung stellen.

  1. Zum Hintergrund und in der Sendung erwähnte Texte zum Thema: Schufa will Facebook-Nutzer durchleuchten (SpOn), Facebook und die Schufa (tante), Kredit auf Daten (Frank Rieger/FAZ []
  2. Stephan Urbach und tiefpunkt: Eigentlich mag ich Hackersapces, tante: What the Frak are Hackerspaces anyways?, Pylon: Gäste in Hackerspaces []

nrrrdz00018: punkrock podcasting

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Vorwarnungsedit: Die Tonqualität ist echt mies, sorry. Nächstes Mal wird’s wieder besser. Also überspringt die Folge einfach, wenn ihr das nicht hören mögt.

Zum 18. Geburtstag gibt es eine mixed bag Folge mit Spülmaschinengeräuschen, die hoffentlich nicht unerträglich für euch sind. Wir definieren unseren Podcastingansatz kurzerhand als Punkrock und sprechen über’s Programmieren, über die DRadio-Wissen Sendung zu Podcasting und über die re:publica – unter besonderer Berücksichtigung von Genderaspekten. Zum Schluss empfehlen wir den österreichischen Netzpolitikpodcast Netzkinder.

 
Download (mp3, 45 MB, 1 h 33 min)

Es war nicht alles schlecht in der Apfelfabrik

This American Life ist Mike Daisy auf den Leim gegangen, ebenso wie unzählige Hörer_innen der NPR Show. Seine Story hält, wie sich jetzt herausgestellt hat und in der Folge „Retraction“ auf sehr hörenswerte Weise nachvollzogen wurde, journalistischen Standards nicht stand. Daisy bereut, seinen Monolog dem This American Life-Team angeboten zu haben. Ira Glass leistet Abbitte und berichtet darüber, wie Daisy beim Überprüfen der Fakten gelogen hat, aber wo das TAL-Team eben auch die Alarmglocken hätte läuten hören müssen. Mr. Daisy and the Apple Factory wurde zurückgezogen.

Meinen Text dazu muss ich glücklicherweise nicht zurückziehen, weil die dort formulierten Überlegungen zu Handarbeit und digitalisierter Produktion – den Bildern von fleißigen Robotern – nicht bei der Empörung ansetzen, die Daisy durch seine Version der Geschichte bei vielen Hörer_innen ausgelöst hat. Puh!

Und die Moral von der Geschicht‘? Die Kritik an kapitalistischen Produktionsverhältnissen muss man gut vermarkten. Grundsätzliche Kapitalismuskritik vermarktet sich nicht gut, aber darum ging es ja auch nicht bei dieser Sendung.

nrrrdz000017: utopie oder tütensuppe?

nrrrdz logoWir haben uns mal wieder zusammengefunden und eine Runde genrrrdzt. Es geht um offene vs. geschlossene Systeme und die Frage, was passieren muss, bis Apple uns an offenere Plattformen bzw. die Linux-Welt verliert. Es geht um User Experience, den Zugang zur digitalen Welt, glattgeschmirgelte Oberflächen und die Frage, ob IT in den nächsten Jahren die Spur von Utopie, die im universellen Computer, dem Internet und Freier Software angelegt war, verliert und wir es in Zukunft nurmehr mit belanglosen Produkten zu tun haben werden. Die Anregung, uns mit diesem Thema zu beschäftigten, kam von einer Hörerin, die uns auf den den Essay „Wir brauchen wütende Nerds“ von Jonathan Zittrain aufmerksam gemacht hat. Vielen Dank dafür!

Bis wir zu diesem wirklich spannenden Thema kommen müsst ihr allerdings einen etwa zwanzigminütigen Werbeblock überstehen, indem ihr erfahrt, was wir in letzter Zeit so getrieben haben. Kathrin hat, zusammen mit Jens Ohlig und Sebastian Vollnhals, ein Buch über Hackerbrause geschrieben (und wo wir gerade dabei sind, stellen wir auch das Hackerbrause-Quartett von RedQuartett vor). Marlen macht zusammen mit Frank (@frellpumpkin) einen Videospielepodcast mit dem schönen Titel „Peach nerdz no hero“. Auch Kathrin gibt es seit einigen Monaten noch an anderer Stelle zu hören, nämlich bei „Der Computer kann alles“ im FSK und per Podcast.

 
Download (mp3, 49,7 MB, 1 h 44 min)

#dcka — Februar 2012

Der Computer kann alles vom 8. Februar 2012 ist online und kann auf freie-radios.net angehört und runtergeladen werden. Themen der Februar-Sendung:

Mit dem RSS-Feed könnt ihr die monatliche Sendung auch als Podcast abonnieren. Die nächste Sendung läuft am 14. März 2012 von 17 bis 19 Uhr im Freien Sender Kombinat.

Robots and hands

Mike Daisey was a self-described „worshipper in the cult of Mac.“ Then he saw some photos from a new iPhone, taken by workers at the factory where it was made. Mike wondered: Who makes all my crap? He traveled to China to find out.

Die This American Life–Folge Mr. Daisey and the Apple Factory thematisiert die Produktionsbedingungen in den Sonderwirtschaftszonen Chinas. Mike Daisey begab sich auf eine investigative Reise nach Shenzhen. Dort sitzt u.a. der Elektronikhersteller Foxconn, für den mehr als 300 000 Mitarbeiter_innen Appleprodukte und Bauteile für Sony, Nintendo und Hewlett-Packard herstellen. Seine Erkenntnisse und Eindrücke führt Daisey in Form eines Monologs auf. In zweiten Teil der Folge wird seine Perspektive durch das This American Life–Team vor dem Hintergrund weiterer Recherchen eingeordnet.

Hinter der shiny Oberfläche eines Smartphones steckt jede Menge Arbeit, da muss eine sich keine Illusionen machen. Einen Gedanken zum technokapitalistischen Nord-Süd-Verhältnis fand ich aber besonders interessant: Daisey beschreibt, dass ihn die Tatsache, dass ein Smartphone von sehr vielen Arbeiter_innen in einzelnen Schritten per Hand zusammengesetzt wird, ziemlich überrascht hat, obwohl er sich vorher keine großen Gedanken dazu gemacht hat. Seine Vorstellung von moderner Produktion sei geprägt von den Bildern aus japanischen Automobilfirmen der 1980er Jahre. Er war unbewusst davon ausgegangen, dass er diese Bilder auch in Shenzhen sehen würde, obwohl er auch schon von Sweatshops gehört hatte.

Statt der Hightech-Roboter setzen zehntausende von Arbeiter_innen die ganzen kleinen Teile, aus denen die Gerät bestehen, von Hand zusammen. Bis zum letzten Schritt, dem Polieren des Displays. Maschinen nehmen den Arbeiter_innen in Shenzhen die Arbeit nicht weg. Die Arbeit ist dort nämlich noch günstig genug. Tief eingeschriebene Fortschrittsnarrative lassen uns aber glauben, dass die technologische Entwicklung längst so weit sein müsste. Diese Illusion wirkt besonders absurd, wenn wir von den guten alten Zeiten schwärmen, in denen die Dinge, die wir konsumieren, noch aus echter, authentischer Handarbeit waren.

Nach dem diese Illusion vorerst zerstört ist, müsste aber auch die Frage gestellt werden, ob „Maschinen nehmen uns die Arbeit weg“ im Kontext der Forderung eines Bedingungslosen Grundeinkommens1 eine solidarische Annahme ist und ob es uns dabei egal ist, dass es eben nicht nur Maschinen sind, die diese Arbeiten jetzt übernehmen.

  1. Vom Netzwerk Grundeinkommen gibt es Poster mit diesem Spruch. Eine von Anne Allex und Harald Rein herausgegebene Veröffentlichung mit Beiträgen zum Existenzgeld heißt „Den Maschinen die Arbeit … uns das Vergnügen!“ []

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Der Computer kann alles

logo des der computer kann alles podcast Der Computer kann alles. Das netzpolitische Magazin im Freien Sender Kombinat. Jeden zweiten Mittwoch im Monat von 17 bis 19 Uhr auf FSK und später bei freie-radios.net und im Podcast Feed.

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