Schwarz, Rhododendron, Apfelstrudel
February 17th, 2009 • Rassismuskritik • No comments
via schwarzer blog. Checkt die Termine der Edutainment Attake!
Vortrag von Gabriele Dietze: Obama vs. Clinton
January 26th, 2009 • Feminismus, Hamburg, Politik, Rassismuskritik, Wissenschaft • No comments

Twitter im Augenblick der Amtseinführung
Als die AG Queer Studies das Vortragsprogramm für Jenseits der Geschlechtergrenzen in diesem Wintersemester geplant hat, war das Rennen zwischen Obama und Clinton um die Präsidentschaftskandidatur noch nicht entscheiden. Um so mehr freuen wir uns, eine Woche nach der Inauguration von Barack Obama noch einen passenden Vortrag in unserem Programm zu haben. Dr. Gabriele Dietze von der HU Berlin, deren Habilitation zur Konkurrenz von amerikanischen Race– und Gender-Emanzipationsdiskursen in diesem Jahr bei transcript erscheint, beschäftigt sich mit dem Diskurs über die Konkurrenz zwischen einem Schwarzem Mann und einer weißen Frau um das höchste Amt der USA.
Obama vs Clinton – (Ver)quere Intersektionen von Rassismus und Sexismus
Barak Obama ist der erste amerikanische Präsident of color. Im Vortrag soll diskutiert werden, ob diese ‚unwahrscheinliche‘ Konstellation damit zu tun hat, dass er eine weiss/weibliche Konkurrentin im Nominierungswahlkampf hatte und ob diese ohne einen schwarz/männlichen Gegenkandidaten mehr Chancen gehabt hätte. Es wird davon ausgegangen, das das Duell von Hillary Clinton und Barack Obama um die demokratische Kandidatur eine historisch gewachsene Konkurrenz aufgerufen hat, die seit dem Kampf um die Abschaffung der Sklaverei Frauen– und ‚Race‘-Emanzipationsbewegung eng miteinander verknüpft hat: Eine gemeinsame Front für die Abschaffung der Sklaverei und das allgemeine Wahlrecht zerbröckelte, als nur der schwarze Mann das Wahlrecht erhielt. Lynching wurde häufig damit begründet, ein schwarzer Mann habe sich einer weißen Frau genähert, und in den Emanzipationsbewegungen der Sixties wurde der Begriff ‚Sexismus’ aus dem Begriff ‚Rassismus’ entwickelt.Der Vortrag soll mit den Instrumenten diskursanalytisch inspirierter Gender Studies – insbesondere mit einer Analyse der Intersektionalitäten von Race, Class, Gender und Sexualität – eine Genealogie eines ‚schwierigen Verhältnisses’ entwerfen. Dabei sollen historisch spezifische Wissensformationen kartiert werden und Möglichkeiten ihrer Variation und Überarbeitung erkundet werden.
Der Vortrag findet am 28. Januar 2009 um 19 Uhr im Raum 0079 des WiWi-Bunkers, Von-Melle-Park 5 auf dem Campus der Uni Hamburg statt. Der Eintritt ist frei.
Links vom 19. bis 23. Januar 2009
January 23rd, 2009 • Delikatessen, gp, Rassismuskritik • No comments
Sexismus, Rassismus, Vorratsdatenspeicherung und das Dschungle Camp. Empfehlenswerte Links der vergangen Tage nach dem Klick!
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Buchpräsentation: In Bed with Kartoffel
November 28th, 2008 • Hamburg, Rassismuskritik • No comments
am Mittwoch, den 03.12.08 in der
Buchhandlung im Schanzenviertel
Einlass 19:45 Beginn: 20:00 Uhr Eintritt: € 3,-Noah Sow & Kanak Attak
präsentieren:
In Bed with Kartoffel
An diesem Abend präsentiert das antirassistische Netzwerk Kanak Attak mit der Autorin und Aktivistin Noah Sow eine eher ungewöhnliche Buchpräsentation ihres kürzlich erschienen Werks „Deutschland Schwarz Weiss — Der alltägliche Rassismus“.Unterstützt von migrantischen und nicht migrantischen Geschichten von alltäglichem Widerstand gegen Rassismus in der BRD greift Noah Sow auf Momente zwischen Selbsterkenntnis– und Sensibilisierungs-programm zurück und Kanak Attak verlässt sich heute Abend auf popkulturelle Elemente.
Hochkarätige Tagung zu Intersektionalität in Frankfurt
November 6th, 2008 • Feminismus, Körper, Queer, Rassismuskritik, Wissenschaft • No comments
Am 22. und 23. Januar 2009 findet in Frankfurt/Main die Konferenz Celebrating Intersectionality? Debates on a multi-faceted Concept in Gender Studies statt.
Over the last decade, the concept of ‚intersectionality‘ has attracted much attention in international feminist debates. It was embraced as well as repelled by many scholars and at the same time, it has made an incredible international career. Twenty years after the concept was coined by Kimberlé Crenshaw in 1989, it seems appropriate to bring together protagonists as well as critics and discuss the ‚state of the art‘ with those that have been influential in this debate.
Wow, im Vergleich zum Intersektionalitätsworkshop Ende November in Hamburg ist diese Konferenz ganz schön hochkarätig besetzt. Neben Helma Lutz, Cornelia Klinger, Birgit Sauer und Paula Irene Villa als Vertreterinnen der Debatte im deutschsprachigen Kontext werden u.a. Nira Yuval Davis (University of East London), Kathy Davis (University of Utrecht), Gloria Wekker (University of Utrecht), Dubravka Zarkov (Institute of Social Studies, The Hague), und Nina Lykke (University of Linkoeping) zur Konferenz beitragen. Und keine geringere als Kimberlé Crenshaw (University of California, L.A.), die den Begriff Intersektionalität 1989 eingeführt hat, wird ebenfalls nach Frankfurt kommen.
Ich bin gespannt, ob die Konferenz neue Impulse in die deutschsprachige Debatte über Intersektionalität geben wird, und denke darüber nach, hinzufahren. Bis zum 9. Januar ist die Registrierung möglich.
Zweiter Workshop zu Intersektionalität
October 31st, 2008 • Feminismus, Hamburg, Körper, Oekonomie, Queer, Rassismuskritik, Wissenschaft • 2 comments
Unter dem Titel „Doing Intersectionality. Über das Recht auf Verschiedenheit und den Umgang mit Differenz“ findet vom 28. bis 30. November 2008 der zweite Workshop zu Intersektionalität in Hamburg in diesem Jahr statt. Den ersten habe ich hier angekündigt.
Im Rahmen des zweiten Workshops in diesem Jahr möchten wir Menschen, die in beruflichen, politischen, künstlerischen sowie wissenschaftlichen Zusammenhängen oder auch „privat“ mit Verschiedenheit und Intersektionalität zu tun haben, Raum zur Vorstellung und Diskussion ihrer Erfahrungen und Gedanken geben.
Ziel ist es, Umgangsweisen mit und Perspektiven auf Verschiedenheit und Intersektionalität auf unterschiedlichen Ebenen und in verschiedenen Kontexten zu diskutieren. Wir laden Praktiker_innen, politische Aktivist_innen, Künstler_innen, Wissenschaftler_innen und Studierende herzlich zur Mitwirkung ein.
In einer Keynote von Elisabeth Holzleithner aus Wien mit dem Titel „Vielfalt zwischen Managment und Herrschaftskritik“ am Freitag Abend und vier Pannels am Samstag und Sonntag werden die Bereiche Normativität, Ökonomie, Subjektivität und Herrschaftskritik in den Blick genommen. Genauere Informationen zu Ort, Zeit und Programm finden sich in diesem Flyer. Der Workshop wird veranstaltet von der Gemeinsamen Kommission für Frauenstudien, Frauen– und Geschlechterforschung, Gender und Queer Studies Hamburg
Hoffnungsvoll Feministisch in Bremen
October 20th, 2008 • Aktivismus, Feminismus, Körper, Oekonomie, Queer, Rassismuskritik • 1 comment
Von Freitag bis Sonntag ist Bremen Hoffnungslos Feministisch. An diesem Wochenende sollen unterschiedliche feministische und queer-feministische Perspektiven zusammengebracht werden, um über die eigenen Theorien und Praxen zu sprechen – ein Anliegen verschiedener Gruppen, das im Kontext der G8 Mobilisierung im vergangenen Jahr entstanden ist. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich feministische Politiken in den letzten Jahren verändert haben. Unter anderem wird darum das Verhältnis von feministischen und queeren Ansätzen diskutiert, es geht um anti-rassistische und Körperpolitiken, und auch die Tatsache, dass nur Frauen, Lesben, Transgender, Inter– und Transsexuelle an diesem Wochenende miteinander diskutieren können, wird hoffentlich Thema sein.
Ich werde zusammen mit Do. Gerbig am Samstag Nachmittag einen Vortrag/Workshop zu queerer Ökonomiekritik anbieten. Dort werden wir verschiedene antikapitalistisch/queere Politikansätze vor– und zur Diskussion stellen.
Komplex radikal: Queere Ökonomiekritik.
Kapitalismuskritik und Queer sind beide radikal und versuchen beide, die Komplexität sozialer Praxen zu begreifen. Sie liefern eine vielschichtige Sicht auf Herrschaftsstrukturen und beleuchten bestimmte Aspekte gesellschaftlicher Unterdrückung. Während Kapitalismuskritik Ausbeutungsverhältnisse rund um die Verteilung von Produktionsmitteln fokussiert, wendet sich Queer in erster Linie gegen Normativität und Identitätszwang. Beide verstehen sich als grundlegende Gesellschaftskritik. Jenseits davon, im Marxismus nur eine binäre Beschäftigung mit dem Hauptwiderspruch zwischen Arbeiterklasse und Kapital, und in Queer nur die schwul-lesbische Forderung nach der Anerkennung und dem Einschluss ins Bestehende zu sehen, interessiert uns, wo Verknüpfungspunkte sind und was beide gewinnen würden, vom jeweils anderen zu lernen.
Wir hoffen, dass wir auch über die aktuelle Finanzmarkt/Wirtschaftskrise und das sich verändernde Verhältnis zwischen Kapitalismus und Staat reden können. Ergeben sich daraus queer-feministische Visionen oder ist unser Einsatz dringend gefragt?
Ich bin gespannt auf die verschiedenen Leute dort, die vermutlich aus ganz unterschiedlichen Kontexten und Traditionen kommen. Vielleicht befördert das Wochenende ein solidarisches Nebeneinander, was meiner Meinung schon ein wichtiger Schritt ist, oder macht sogar Lust auf Kollaborationen. Ich bin ganz hoffnungsvoll!
Obama – wirklich eine sichere Sache?
October 8th, 2008 • Politik, Rassismuskritik • 1 comment
Malte von Spreeblick hat nicht die ganze zweite US-Präsidentenkandidatendebatte heute Nacht durchgehalten (und damit immer noch mehr gesehen als ich), aber ist sich jetzt sicher, dass Barack Obama gewinnen wird. Ich hoffe darauf und drücke die Daumen, doch mich stimmt eine Sache skeptisch, von der ich neulich im Addicted to Race Podcast gehört habe: Der Bradley Effekt.
The term Bradley effect, less commonly called the Wilder effect, refers to a frequently observed discrepancy between voter opinion polls and election outcomes in American political campaigns when a white candidate and a non-white candidate run against each other. Named for Tom Bradley, an African-American who lost the 1982 California governor’s race despite being ahead in voter polls, the Bradley effect refers to a tendency on the part of voters — black as well as white — to tell pollsters that they are undecided or likely to vote for a Black candidate, and yet, on election day, vote for his/her white opponent. (wikipedia)
Sozial erwünschtes Verhalten nennt man das in der empirischen Sozialforschung. Befragte geben an, was ihrer Meinung nach die erwünschte Antwort ist. In der Sprache der rationalen Wahl lautet die Annahme: Je heikler das Thema, desto höher sind die Kosten der Angabe der wahren Antwort, und daraus entsteht eine systematische Verzerrung. Geht es um US-amerikanische Wahlen und die „Rasse“ des Kandidaten, wird vom Bradley Effekt gesprochen.
Der Effekt ist nicht unumstritten. In den Vorwahlen wurde manchen Staaten sogar ein „reverse“ Bradley Effekt beobachtet:
On average, Obama received three percentage points more support in the actual primaries and caucuses than he did during polling; however, he also had a strong ground campaign, and many polls do not question voters with cellphones, who are predominantly young. (wikipedia)
Umfragen kurz vor den Vorwahlen tendierten dazu, Obama in Staaten mit einer schwarzen Bevölkerungsanteil von unter acht Prozent zu überschätzen, ihn aber in Staaten mit einer schwarzen Bevölkerungsanteil von über 25 Prozent zu unterschätzen. Es wird vermutet, dass schwarze Wähler_innen entweder in den Umfragen unterrepräsentiert waren, oder aber ihre Unterstützung für Obama nicht bekannt geben wollten. Es kommt also darauf an, wer zur Wahl geht, und wer mit welchen Mitteln befragt wird. Und überhaupt: Da sind ja noch die Swing States, auf die es eigentlich ankommt. Vor dem 5. November werde ich wohl kein Sicherheitsgefühl entwickeln können.
Benefizkonzert für Amnesty for Women
July 3rd, 2008 • Feminismus, Hamburg, Musik, Rassismuskritik • No comments
Amnesty for Women ist eine Organisation, die sehr wichtige und unterstützenswerte Arbeit leistet, die auftretenden KünstlerInnen super interessant und das letzte Benefizkonzert vor ein paar Wochen im der Fabrik (mit den Zitronen, Angie Reed und The Charts) war auch sehr schön. Darum freue ich mich auf das nächste Benefizkonzert am 11. Juli im Knust und hoffe, dass es voll wird.

Liebe FreundInnen von Amnesty for Women!
Die alltägliche Arbeit von Amnesty for Women zeigt, dass es einen großen Bedarf an psychologischer Beratung gibt. Nicht alle Migrantinnen sprechen Deutsch, deshalb braucht Amnesty for Women muttersprachliche Psychologinnen, die auch mit dem kulturellen Hintergrund vertraut sind.
Die psychologische Beratung und Krisenintervention wird ausschließlich über Spendengelder finanziert. Deshalb freuen wir uns, dass besondere KünstlerInnen im Rahmen eines Benefizkonzertes für uns auftreten werden und möchten alle FreundInnen von Amnesty for Women herzlich dazu einladen, mit uns einen abwechslungsreichen Abend zu verbringen und uns durch den Eintritt zu unterstützen.
THE WORLD INFERNO FRIENDSHIP SOCIETY ist keine Band im ursprünglichen Sinne, sondern ein Projekt von 8–12 versierten MusikerInnen aus New York. Mit Witz, Politik und Partylaune haben World-Inferno sich ihre eigene, einmalige Nische geschaffen. Sie bieten eine Mischung aus Broadway Music, Kurt Weill und Brecht Songs, Big Band Sound, Louis Armstrong und siedeln sich irgendwo zwischen Soul und Punk an. Beim Duo JACK FUCKING TWIST aus Hamburg wird schnell klar, dass hier 2 Musikerinnen Lust auf Spaß haben, aber trotzdem ernst zu nehmen sind. Mit wenigen Mitteln bringen sie Bass, Fußorgel, Schlagzeug, 2x Gesang und viel Energie auf die Bühne. Abgerundet wird der Abend durch DJ-Sets von Patex (School Of Zuversicht) und Melissa Logan (Chicks on Speed).Das Konzert findet am 11. Juli im Knust (Neuer Kamp 30, 20357 Hamburg) statt. Karten sind im Vorverkauf für 8 Euro und an der Abendkasse für 10 Euro erhältlich.
Das Team von Amnesty for Women
Ananas Schneiden II
June 29th, 2008 • Bücher, Rassismuskritik • No comments
Zum Ananas-Event bei Edeka fehlten mir neulich die Worte. In Noah Sows „Deutschland Schwarz Weiß“ habe ich jetzt einen passenden Abschnitt gefunden, in dem sie über exotisierende Afrika-Zirkusshows schreibt:
Gerne wurden und werden ausgerechnet derartige Spektakel als „humanitäre“ Angelegenheiten vermarktet, indem man beispielsweise einen Teil des Erlöses spendet […] und behauptet, man schaffe den Darstellen der Shows oder gar ihren Heimatregionen dadurch eine „Lebensgrundlage“ oder vermittele „Selbstbewusstsein“. Dies ist eine besonders verklärende Form von Rassismus, da sie gar nicht erst die Möglichkeit in Betracht zieht, Menschen anders als von oben herab oder als potenzielle Tänzer für Europäer wahrzunehmen. Sie implizieren zudem, dass aus der Arbeit für den weißen Mann mehr Selbstbewusstsein resultieren kann als aus einem gleichberechtigten Miteinander.
Das noch als Nachtrag.




