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	<title>Comments on: Die politischen Dimensionen der Daten und Informationen</title>
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		<title>By: ihdl</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/die-politischen-dimensionen-der-daten-und-informationen/comment-page-1/#comment-1715</link>
		<dc:creator>ihdl</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 20:14:19 +0000</pubDate>
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		<description>Dann nehme ich dich mal beim Wort und lasse &quot;die damaligen Diskurse andere Aussagen treffen&quot;: Die Verantwortung gegenüber dem Anderen. Man muss die Frage stellen, wer in der von uns diskutierten Situation die Verantwortung welchem anderen gegenüber trägt. Damit sind wir bei Gruppen, die an einem Ort zu einer Zeit oft unscharf und sich durchkreuzend konstituiert sind, und – wie im Fall der sigint10 - Forderungen formulieren (bild ist problem vs. bild ist kein problem), die aufeinander getroffen sind. Die Situation führt zu einer politisch durchzusetzenden Entscheidung, die ich oben im Text als ethische formuliert habe, weil sie auch eine Entscheidung gegenüber dem Anderen ist. 

Es geht  mir also um die Positionierung des Subjektes, das ich weder jetzt noch für die Zukunft als neutrales Individuum zu denken vermag. Wie würdest du situierte Subjekte und kollektive Identitäten in die Ethik gegenüber dem ganz Anderen einordnen? Kommt das unbekannte Andere nur aus der Zukunft und was ist dann mit dem/den bekannten Anderen des Jetzt?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dann nehme ich dich mal beim Wort und lasse „die damaligen Diskurse andere Aussagen treffen“: Die Verantwortung gegenüber dem Anderen. Man muss die Frage stellen, wer in der von uns diskutierten Situation die Verantwortung welchem anderen gegenüber trägt. Damit sind wir bei Gruppen, die an einem Ort zu einer Zeit oft unscharf und sich durchkreuzend konstituiert sind, und – wie im Fall der sigint10 — Forderungen formulieren (bild ist problem vs. bild ist kein problem), die aufeinander getroffen sind. Die Situation führt zu einer politisch durchzusetzenden Entscheidung, die ich oben im Text als ethische formuliert habe, weil sie auch eine Entscheidung gegenüber dem Anderen ist. </p>
<p>Es geht  mir also um die Positionierung des Subjektes, das ich weder jetzt noch für die Zukunft als neutrales Individuum zu denken vermag. Wie würdest du situierte Subjekte und kollektive Identitäten in die Ethik gegenüber dem ganz Anderen einordnen? Kommt das unbekannte Andere nur aus der Zukunft und was ist dann mit dem/den bekannten Anderen des Jetzt?</p>
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		<title>By: Datenschutzpendel - Graubrot</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/die-politischen-dimensionen-der-daten-und-informationen/comment-page-1/#comment-1604</link>
		<dc:creator>Datenschutzpendel - Graubrot</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 22:49:50 +0000</pubDate>
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		<description>[...] so weit schützt wie nötig und ihm so weit nützt und so viel ermöglicht wie möglich. Weil Daten Machtverhältnissen unterworfen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[…] so weit schützt wie nötig und ihm so weit nützt und so viel ermöglicht wie möglich. Weil Daten Machtverhältnissen unterworfen […]</p>
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		<title>By: mspro</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/die-politischen-dimensionen-der-daten-und-informationen/comment-page-1/#comment-1603</link>
		<dc:creator>mspro</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 18:13:20 +0000</pubDate>
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		<description>Ich musste fast etwas lachen. Unsere Positionen knallen nämlich genau an dem Punkt aneinander, wo sich Derrida und Foucault ihrerseits auseinander gestritten haben. Nämlich genau an der Frage, wo das, was man aus den Diskursen heraus lesen kann, was in ihnen für Politiken extrahierbar sind, eigentlich steckt. 

Stecken die Aussagen, wie Foucault meint, tatsächlich schon in den Diskursen selbst und man müsse nun als Archäologe diese Diskurse als &quot;Archiv&quot; heben und könne sie dann untersuchen wie man Artefakte untersucht? 

Oder sind wir es, ist es das Heute, das uns erst das Instrumentarium in die Hand gibt, mit dem wir fähig sind, die damaligen Diskurse andere Aussagen treffen zu lassen, als zum Zeitpunkt der Speicherung angelegt sind. Es ist die Möglichkeit, sie als Sexismus lesen zu können, die in den Bildern angelegt ist. Eine Möglichkeit unter vielen und es brauchte erst das Instrument des Feminismus, um den Sexismus daraus lesen zu können. (Und morgen wird man vielleicht mit ganz anderen Instrumenten ganz andere Aussagen darin lesen)

Du merkst: wir sind in einem Fraktal gefangen, denn diesen Streit versuche ich ja die ganze Zeit (wenn auch nicht explizit) in dem Begriff des Kontrollverlustes zu verhandeln. Und, wie es vielleicht offensichtlich ist, befinde ich mich hier auf Seiten Derridas.

Nein. Die Aussage des Sexismus steckt nicht als Positivität in den Bildern drin, aber wir haben das Instrumentarium und damit das Recht - vielleicht die Pflicht - sie in diesen Bildern heraus zu lesen. Aber - und diese Möglichkeit verbietet Foucault in seinem Positivismus - wir können sie auch akzeptieren, unseren Frieden damit machen und wir brauchen sie nicht auf diese eine Aussage reduzieren. Wir haben (um jetzt mal vom Begriff der &quot;Ignoranz&quot; weg zu kommen) die Möglichkeit alle möglichen anderen Aussagen in diesen Bildern zu sehen. Nur den Sexismus zu sehen und die Bilder damit zu verteufeln, halte ich deswegen für falsch. Denn selbst wenn man nicht bereit ist, etwas anderes darin zu sehen, als Sexismus, muss man dem Anderen das Recht einräumen, dieses Andere sehen zu können.

Aber das Thema ist zu weit und zu komplex, als ich dass man es hier in den Kommentaren verhandeln könnte. (Es ist das Thema meiner Doktorarbeit)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich musste fast etwas lachen. Unsere Positionen knallen nämlich genau an dem Punkt aneinander, wo sich Derrida und Foucault ihrerseits auseinander gestritten haben. Nämlich genau an der Frage, wo das, was man aus den Diskursen heraus lesen kann, was in ihnen für Politiken extrahierbar sind, eigentlich steckt. </p>
<p>Stecken die Aussagen, wie Foucault meint, tatsächlich schon in den Diskursen selbst und man müsse nun als Archäologe diese Diskurse als „Archiv“ heben und könne sie dann untersuchen wie man Artefakte untersucht? </p>
<p>Oder sind wir es, ist es das Heute, das uns erst das Instrumentarium in die Hand gibt, mit dem wir fähig sind, die damaligen Diskurse andere Aussagen treffen zu lassen, als zum Zeitpunkt der Speicherung angelegt sind. Es ist die Möglichkeit, sie als Sexismus lesen zu können, die in den Bildern angelegt ist. Eine Möglichkeit unter vielen und es brauchte erst das Instrument des Feminismus, um den Sexismus daraus lesen zu können. (Und morgen wird man vielleicht mit ganz anderen Instrumenten ganz andere Aussagen darin lesen)</p>
<p>Du merkst: wir sind in einem Fraktal gefangen, denn diesen Streit versuche ich ja die ganze Zeit (wenn auch nicht explizit) in dem Begriff des Kontrollverlustes zu verhandeln. Und, wie es vielleicht offensichtlich ist, befinde ich mich hier auf Seiten Derridas.</p>
<p>Nein. Die Aussage des Sexismus steckt nicht als Positivität in den Bildern drin, aber wir haben das Instrumentarium und damit das Recht — vielleicht die Pflicht — sie in diesen Bildern heraus zu lesen. Aber — und diese Möglichkeit verbietet Foucault in seinem Positivismus — wir können sie auch akzeptieren, unseren Frieden damit machen und wir brauchen sie nicht auf diese eine Aussage reduzieren. Wir haben (um jetzt mal vom Begriff der „Ignoranz“ weg zu kommen) die Möglichkeit alle möglichen anderen Aussagen in diesen Bildern zu sehen. Nur den Sexismus zu sehen und die Bilder damit zu verteufeln, halte ich deswegen für falsch. Denn selbst wenn man nicht bereit ist, etwas anderes darin zu sehen, als Sexismus, muss man dem Anderen das Recht einräumen, dieses Andere sehen zu können.</p>
<p>Aber das Thema ist zu weit und zu komplex, als ich dass man es hier in den Kommentaren verhandeln könnte. (Es ist das Thema meiner Doktorarbeit)</p>
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