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	<title>Comments on: Hackonomy auf der Re:publica</title>
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		<title>By: M.Wehning</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/hackonomy-auf-der-republica/comment-page-1/#comment-1269</link>
		<dc:creator>M.Wehning</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 20:49:19 +0000</pubDate>
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		<description>Ich glaube nicht, dass es beim DIY gleich darum geht, Revolutionen auszulösen, das Potenzial sehe ich trotzdem bei den wissensbasierten Waren als sehr groß an. 
Wenn ich es schaffe, meine materiellen Bedürfnisse anderes als über den herkömmlichen Handel (also über Secondhandbörsen, Ebay, Kleinanzeigen...) zu organisieren, wenn ich zudem (eigentlich zuerst) überlege, was ich überhaupt brauche bzw. mit wie wenig ich eben auch glücklich sein könnte, dann könnte ich das ersparte Geld in Dinge/ Projekte investieren, die mir wirklich am Herzen liegen. Und na ja, wenn dies viele Menschen machen würden- es wäre eine ungeheure Revolution!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube nicht, dass es beim DIY gleich darum geht, Revolutionen auszulösen, das Potenzial sehe ich trotzdem bei den wissensbasierten Waren als sehr groß an.<br />
Wenn ich es schaffe, meine materiellen Bedürfnisse anderes als über den herkömmlichen Handel (also über Secondhandbörsen, Ebay, Kleinanzeigen…) zu organisieren, wenn ich zudem (eigentlich zuerst) überlege, was ich überhaupt brauche bzw. mit wie wenig ich eben auch glücklich sein könnte, dann könnte ich das ersparte Geld in Dinge/ Projekte investieren, die mir wirklich am Herzen liegen. Und na ja, wenn dies viele Menschen machen würden– es wäre eine ungeheure Revolution!</p>
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		<title>By: Benni Bärmann</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/hackonomy-auf-der-republica/comment-page-1/#comment-1264</link>
		<dc:creator>Benni Bärmann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 12:48:22 +0000</pubDate>
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		<description>Das DIY ist nicht für sich genommen revolutionär, sondern weil sie die Produktionsmittel demokratisiert. Das ist nur ein Potential, dass man nutzen kann aber nicht muss. Deswegen sind die interessantesten Projekte in dieser Richtung ja auch diejenigen, die mit freien Lizenzen arbeiten und deswegen die Eigentumsfrage stellen. Wenn 90% der Wertschöpfung immateriell ist und diese 90% auf einmal anders als Wertförmig organisiert werden können, juckt das den Kapitalismus durchaus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das DIY ist nicht für sich genommen revolutionär, sondern weil sie die Produktionsmittel demokratisiert. Das ist nur ein Potential, dass man nutzen kann aber nicht muss. Deswegen sind die interessantesten Projekte in dieser Richtung ja auch diejenigen, die mit freien Lizenzen arbeiten und deswegen die Eigentumsfrage stellen. Wenn 90% der Wertschöpfung immateriell ist und diese 90% auf einmal anders als Wertförmig organisiert werden können, juckt das den Kapitalismus durchaus.</p>
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		<title>By: Odradek</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/hackonomy-auf-der-republica/comment-page-1/#comment-1257</link>
		<dc:creator>Odradek</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 20:26:33 +0000</pubDate>
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		<description>Gelungener Artikel; bei den kommentaren fällt irgendwie auf, daß ökonomisierende Theorien manchmal was von Psychoanalyse (gut, bei hier glücklicherweise abwesenden Neoliberalen auch Götzendienst) haben: Alle menschlichen Vorgänge können und müssen ohne Kontingenz, Lücken oder Freiräume über den Kamm eines Metanarrativgenerators gezogen werden; der zudem überzeugend durch Anwendbarkeit wirkt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gelungener Artikel; bei den kommentaren fällt irgendwie auf, daß ökonomisierende Theorien manchmal was von Psychoanalyse (gut, bei hier glücklicherweise abwesenden Neoliberalen auch Götzendienst) haben: Alle menschlichen Vorgänge können und müssen ohne Kontingenz, Lücken oder Freiräume über den Kamm eines Metanarrativgenerators gezogen werden; der zudem überzeugend durch Anwendbarkeit wirkt.</p>
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		<title>By: Mischka</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/hackonomy-auf-der-republica/comment-page-1/#comment-1256</link>
		<dc:creator>Mischka</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 16:51:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.iheartdigitallife.de/?p=1856#comment-1256</guid>
		<description>Ich schließe mich der Meinung von Frau Wunderlich gerne an. Bauen, basteln und DIY können nichts anderes als schöne Hobbys bleiben, weil sie sich in genau diesem Kontext befinden. Wer versucht, damit sein gesamtes Leben zu organisieren wird kläglich scheitern. In einer hochspezialisierten arbeitsteiligen Gesellschaft ist es schlicht nicht möglich, seine gesamte Reproduktion (incl. Nahrung, Wohnen und Technik-Gadgets) selbst herzustellen. Es ist ja auch Gottseidank (oder der Moderne sei Dank) nicht mehr nötig, sein dreiviertelleben auf dem Feld zu verbringen.

Und diejenigen, die mit &quot;Making&quot; und &quot;Crafting&quot; nun versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, haben kein schönes (digitale-)Boheme-Leben, sondern arbeiten hart für ihr weniges Geld. 

Man kennt die Freundin, die in ihrem Atelier selbst Kleidung designt und näht, und diese für viel Geld an wenige Zahlungskräftige Käufer verkaufen muss, weil sie schlicht nicht so billig und effizient ist, wie eine chinesische (oder nimm ein anderes Billiglohnland) Nähfabrik.

Der Making oder Crafting-Hype ist nichts anderes als eine neuauflage der kleinen Internet-Startups und Miniunternehmer im Online-Bereich, die zwar chic mit dem MacBook prahlen, aber auch nur knapp (wenn überhaupt) über dem Existenzminimum leben oder von ihren Wohlstandswundereltern über Wasser gehalten werden.

Nein, mein Hobby ist keine Revolution. Es bleibt in der Werkstatt, es bleibt in meiner Freizeit. Schön und interessant ist, zu lernen, wie man Dinge selbst herstellen kann. Anreiz kann sein, nicht auf vorgefertigte Massenware zurückzugreifen, sondern nach individuellen Bedürfnissen zu produzieren. Ein Ende des Kapitalismus ist davon nicht abzuleiten.

Aprospros individuelle Produkte: Was wahrscheinlich passieren wird, mit der Verbreitung von MakerBots etc ist der Kundenwunsch nach maßgeschneiderten, preiswerten Lösungen. Vielleicht wird es auch in ein paar Jahren möglich sein, kleinere Alltagsgegenstände wie im Copyshop auszudrucken. Auch hier ändert dies nichts am kapitalistischen Verwertungssystem, sondern &quot;nur&quot; etwas an der Art und Weise, wie Dinge produziert und vermarktet werden.  Sicher bekommt die Copyright-Frage dabei nochmal einen neuen Aspekt, genauso wie die Diskussion um Geistiges Eigentum und Freie Lizenzen. Diese Entwicklungen sind allerdings nicht revolutionär (im Sinne des Ablebens der kaptitalistischen Produktionsweise), sondern können den Kapitalismus wunderbar ergänzen (siehe z.B. das Google-Monopol, welches insgesamt auch auf einer Vielzahl freier Softwarelösungen basiert. 

Makerbots sind eine feine Sache und können die heimische Werkstatt genauso ergänzen, wie z.B. Kaffeemaschinen dies in Küchen tun. Man drückt einen Knopf, dann wird der Kaffee zubereitet. Ganz von selbst. Nach einem Freien Rezept (1 Löffel Kaffee auf 1 Tasse).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schließe mich der Meinung von Frau Wunderlich gerne an. Bauen, basteln und DIY können nichts anderes als schöne Hobbys bleiben, weil sie sich in genau diesem Kontext befinden. Wer versucht, damit sein gesamtes Leben zu organisieren wird kläglich scheitern. In einer hochspezialisierten arbeitsteiligen Gesellschaft ist es schlicht nicht möglich, seine gesamte Reproduktion (incl. Nahrung, Wohnen und Technik-Gadgets) selbst herzustellen. Es ist ja auch Gottseidank (oder der Moderne sei Dank) nicht mehr nötig, sein dreiviertelleben auf dem Feld zu verbringen.</p>
<p>Und diejenigen, die mit „Making“ und „Crafting“ nun versuchen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, haben kein schönes (digitale-)Boheme-Leben, sondern arbeiten hart für ihr weniges Geld. </p>
<p>Man kennt die Freundin, die in ihrem Atelier selbst Kleidung designt und näht, und diese für viel Geld an wenige Zahlungskräftige Käufer verkaufen muss, weil sie schlicht nicht so billig und effizient ist, wie eine chinesische (oder nimm ein anderes Billiglohnland) Nähfabrik.</p>
<p>Der Making oder Crafting-Hype ist nichts anderes als eine neuauflage der kleinen Internet-Startups und Miniunternehmer im Online-Bereich, die zwar chic mit dem MacBook prahlen, aber auch nur knapp (wenn überhaupt) über dem Existenzminimum leben oder von ihren Wohlstandswundereltern über Wasser gehalten werden.</p>
<p>Nein, mein Hobby ist keine Revolution. Es bleibt in der Werkstatt, es bleibt in meiner Freizeit. Schön und interessant ist, zu lernen, wie man Dinge selbst herstellen kann. Anreiz kann sein, nicht auf vorgefertigte Massenware zurückzugreifen, sondern nach individuellen Bedürfnissen zu produzieren. Ein Ende des Kapitalismus ist davon nicht abzuleiten.</p>
<p>Aprospros individuelle Produkte: Was wahrscheinlich passieren wird, mit der Verbreitung von MakerBots etc ist der Kundenwunsch nach maßgeschneiderten, preiswerten Lösungen. Vielleicht wird es auch in ein paar Jahren möglich sein, kleinere Alltagsgegenstände wie im Copyshop auszudrucken. Auch hier ändert dies nichts am kapitalistischen Verwertungssystem, sondern „nur“ etwas an der Art und Weise, wie Dinge produziert und vermarktet werden.  Sicher bekommt die Copyright-Frage dabei nochmal einen neuen Aspekt, genauso wie die Diskussion um Geistiges Eigentum und Freie Lizenzen. Diese Entwicklungen sind allerdings nicht revolutionär (im Sinne des Ablebens der kaptitalistischen Produktionsweise), sondern können den Kapitalismus wunderbar ergänzen (siehe z.B. das Google-Monopol, welches insgesamt auch auf einer Vielzahl freier Softwarelösungen basiert. </p>
<p>Makerbots sind eine feine Sache und können die heimische Werkstatt genauso ergänzen, wie z.B. Kaffeemaschinen dies in Küchen tun. Man drückt einen Knopf, dann wird der Kaffee zubereitet. Ganz von selbst. Nach einem Freien Rezept (1 Löffel Kaffee auf 1 Tasse).</p>
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		<title>By: bausteln &#62; Bausteln etc. bei der re:publica 2010</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/hackonomy-auf-der-republica/comment-page-1/#comment-1254</link>
		<dc:creator>bausteln &#62; Bausteln etc. bei der re:publica 2010</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 14:13:01 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Hier weiterlesen&#160;&#8211; ich h&#228;tte ja am liebsten ein Vollzitat gebracht, aber dann w&#252;rdet ihr euch ja nicht Kathrins Blog ansehen. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[…] Hier weiterlesen – ich hätte ja am liebsten ein Vollzitat gebracht, aber dann würdet ihr euch ja nicht Kathrins Blog ansehen. […]</p>
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		<title>By: Frau Wunderlich</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/hackonomy-auf-der-republica/comment-page-1/#comment-1252</link>
		<dc:creator>Frau Wunderlich</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 13:20:26 +0000</pubDate>
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		<description>Steile These, die ihr da aufstellt. Erinnert mich ein wenig, sicherlich nicht unbeabsichtigt, an den Text von dir in der arranca!. Um ehrlich zu sein finde ich die These eines nichtkapitalistischen Gesellschaftsraumes ziemlich falsch. 
Euer Argument, so wie ich es bis jetzt nachvollziehen konnte, ist ja, dass in der freiwilligen Arbeit für Freund_innen, beim Verschenken u.s.w. die kapitalistische Warendynamik aufgehoben sei. Das ist falsch. Aus folgenden kurz skizzierten Gründen:
1. Um an die Rohstoffe zu kommen muss Geld ausgegeben werden, man erhält das MacBook zum Hacken, das Garn zum Stricken usw. nur vermittelt als Ware.
1.1. Der Witz an der Ware ist ja, dass der Wert dem Ding an sich gar nicht anhfatet sondern dazustößt im konkreten Akt des Tauschens, vorher kann das nur geschätzt werden welchen ungefähren Wert das Ding hat. Das kann man für ein und dasselbe Ding mehr oder weniger sein. Je nachdem, ob es auf dem neuesten Stand der Technik ist, ob es gerade eine hohe oder niedrige Nachfrage usw. gibt. 
2. Auch die Compilation, die ich gebrannt habe oder das Bild, das ich für meine Freundin gestickt habe hat theoretisch noch einen Wert, nur entzogen aus dem Verwertungszyklus des Kapitals interessiert das niemanden mehr, bzw. es hat dann einen Sammler_innenwert.
3. Es ist ebendeswegen nicht möglich sich &quot;der großen Erzählung&quot; zu entziehen. Vielleicht teilweise durch (kriminelle) Akte der Aneignung, allerdings niemals in einem so umfassenden Sinne wie eure Veranstaltungsankündigung das nahe legt. Insgesamt wirkt das ein bißchen wie eine in nerdig geremixte Version der linken Freiraumutopien, die sich in besetzten Häusern zu hartnäckig halten. 

Soviel nur kurz, über eine weitergehende Debatte würde ich mich freuen, weil ich auf der Re:Publica leider nicht anwesend sein kann :(</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Steile These, die ihr da aufstellt. Erinnert mich ein wenig, sicherlich nicht unbeabsichtigt, an den Text von dir in der arranca!. Um ehrlich zu sein finde ich die These eines nichtkapitalistischen Gesellschaftsraumes ziemlich falsch.<br />
Euer Argument, so wie ich es bis jetzt nachvollziehen konnte, ist ja, dass in der freiwilligen Arbeit für Freund_innen, beim Verschenken u.s.w. die kapitalistische Warendynamik aufgehoben sei. Das ist falsch. Aus folgenden kurz skizzierten Gründen:<br />
1. Um an die Rohstoffe zu kommen muss Geld ausgegeben werden, man erhält das MacBook zum Hacken, das Garn zum Stricken usw. nur vermittelt als Ware.<br />
1.1. Der Witz an der Ware ist ja, dass der Wert dem Ding an sich gar nicht anhfatet sondern dazustößt im konkreten Akt des Tauschens, vorher kann das nur geschätzt werden welchen ungefähren Wert das Ding hat. Das kann man für ein und dasselbe Ding mehr oder weniger sein. Je nachdem, ob es auf dem neuesten Stand der Technik ist, ob es gerade eine hohe oder niedrige Nachfrage usw. gibt.<br />
2. Auch die Compilation, die ich gebrannt habe oder das Bild, das ich für meine Freundin gestickt habe hat theoretisch noch einen Wert, nur entzogen aus dem Verwertungszyklus des Kapitals interessiert das niemanden mehr, bzw. es hat dann einen Sammler_innenwert.<br />
3. Es ist ebendeswegen nicht möglich sich „der großen Erzählung“ zu entziehen. Vielleicht teilweise durch (kriminelle) Akte der Aneignung, allerdings niemals in einem so umfassenden Sinne wie eure Veranstaltungsankündigung das nahe legt. Insgesamt wirkt das ein bißchen wie eine in nerdig geremixte Version der linken Freiraumutopien, die sich in besetzten Häusern zu hartnäckig halten. </p>
<p>Soviel nur kurz, über eine weitergehende Debatte würde ich mich freuen, weil ich auf der Re:Publica leider nicht anwesend sein kann :(</p>
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