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	<title>Comments on: nrrrdz000003: listen und so</title>
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		<title>By: Nicolas (Mikrodilettanten)</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/nrrrdz000003-listen-und-so/comment-page-1/#comment-989</link>
		<dc:creator>Nicolas (Mikrodilettanten)</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 16:47:34 +0000</pubDate>
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		<description>Ich klammer mal gerade den Facepalm-Skandal aus und schicke unreflektiertes, begeistertes Lob in Eure Richtung. ;) Sehr schöner Podcast!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich klammer mal gerade den Facepalm-Skandal aus und schicke unreflektiertes, begeistertes Lob in Eure Richtung. ;) Sehr schöner Podcast!</p>
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		<title>By: Marlen</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/nrrrdz000003-listen-und-so/comment-page-1/#comment-981</link>
		<dc:creator>Marlen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 19:55:54 +0000</pubDate>
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		<description>Es lag und liegt mir fern, irgendwelche Leute auf persönlicher Ebene anzugreifen. Warum auch? Ich kenne, wie Timo schon richtig angemerkt hat, keinen der Games-und-so-Podcaster persönlich. Jemanden persönlich angreifen wäre in meinen Augen so was wie &quot;diese Person ist ein totaler (im konkreten Fall) Sexist, der ist ein ganz schlimmer Mensch.&quot; Hab ich nicht gemacht, werde ich auch nicht machen. Wenn ich das Bedürfnis habe, jemandem persönlich zu sagen, dass ich sie oder ihn für ein Arschloch halte, dann mache ich das für gewöhnlich in einem privaten Rahmen und nicht über eine Öffentlichkeit. Also: der Facepalm ist keine persönliche Kritik und ich stelle auch keine Einzelpersonen an irgendeinen Pranger und schon gar nicht, weil ich das unterhaltsam finde. 

Nichtsdestotrotz kann und will ich mich öffentlich darüber äußern, dass ich bestimmte Äußerungen/Handlungen, die über die Öffentlichkeit zu mir gekommen sind, für diskriminierend halte. Das ist für mich ein großer Unterschied, weil ich davon ausgehe, dass wir in einer Welt leben, die von Machtstrukturen durchzogen ist, aus denen sich niemand rausziehen kann und wo niemand einen objektiven Blick drauf hat. Ich halte es für wichtig, das nicht aus den Augen zu verlieren und sich der eigenen Position in eben jenen Strukturen bewusst zu sein. Und in diesem Zusammenhang habe ich diverse Aussagen, die ich für sexistisch halte, aufgezeigt. (Aussagen, die im Übrigen nicht nur von einer Person getätigt wurden.)

Ich halte es für schwierig, wenn Unterschiede in Spiel-Präferenzen entlang von Geschlechtsunterschieden festgehalten werden. Warum müssen solche Ideen von Geschlecht wiederholt werden, wenn man eigentlich der Meinung ist, dass sie eigentlich Quatsch sind? Wenn es darum geht, irgendeine Besonderheit zu markieren, hätte ich mir vielleicht eher so was gewünscht wie &quot;das Spiel scheint eher was für Leute zu sein, die die und die Art von Grafik mögen&quot;.

Zu der &quot;Spiele für Freundinnen&quot;-Thematik: Hier geht mir es um den selbstverständlichen heterosexuellen Blick, das Markieren der Frauen als Besonderes, während die sprechenden Männer (die Spieler) unbenannt bleiben. Und damit die Idee aufrecht erhalten wird, dass die Männer die Spieler sind und die Frauen sich dafür eher nicht soviel interessieren. Auch hier denke ich, dass ein &quot;dieses Spiel gibt es auch in unblutig, für die, die nicht so gerne Blut sehen&quot; die gleiche Aussage treffen würde ohne mit Geschlecht zu argumentieren. Sonst bergen &quot;das kann man auch mit der Freundin spielen&quot;-Aussagen die Gefahr, dass sich zum Beispiel alle Hack&#039;n&#039;Slay-verrückten Frauen mit den &quot;Flower&quot;-begeisterten männlichen Freunden als unpassend und merkwürdig fühlen. Von allen Menschen, bei denen Mann/Frau-Kategorien nicht greifen oder die sich außerhalb von heterosexueller Dynamik bewegen mal ganz abgesehen. Auch wenn es im konkreten Fall vielleicht so ist, dass die Männer in den Beziehungen lieber bestimmte Spiele spielen, die ihre Freundinnen nicht interessieren, ist es eben nur eine denkbare und existente Konstellation, die meiner Meinung nach besser nicht als &quot;Default&quot;-Einstellung verstanden und kommuniziert werden sollte. Oder anders, nur weil man sich selbst in einer häufig auftretenden Konstellation/Situation befindet, finde ich es wichtig und sinnvoll, den Blick auf all die anderen möglichen Konstellationen nicht unter den Tisch fallen zu lassen. Auch wenn dafür mehr Worte nötig sind. Und erst recht, wenn es sich bei der eigenen Position/Situation/Konstellation um die handelt, die gesellschaftlich als normal empfunden wird und damit die mächtigere ist.

Zu dem Wunsch, Kritik im Vorfeld anzubringen, statt sie gleich öffentlich zu äußern. Warum? Ich bin nicht die Sexismus-Polizei, die Leute auf irgendein Vergehen hinweist, sondern Marlen, die sich in einem öffentlichen Podcast zu öffentlich gemachten Aussagen äußert. Das heißt nicht, dass ich diese Art von Kritikäußerung für die einzig mögliche halte, aber warum sie ungerechtfertigt ist - das verstehe ich nicht. Es gibt ja sehr wohl die Möglichkeit, Diskussionen auf verschiedenen Ebenen (weiter) zu führen. Das passiert hier ja auch gerade. Beim Facepalm haben Kathrin und ich uns zu dem geäußert, was wir gehört haben. Dass Dinge so oder so oder so gemeint gewesen sein sind, ändert ja nichts daran, dass sie so nicht verstanden worden sind. Deshalb ja auch meine Meinung vom Anfang: es geht nicht darum, zu erklären, dass man eine bestimmte Person für einen Sexisten hält, sondern darum, dass bestimmte Aussagen sexistisch sind beziehungsweise von uns als sexistisch wahrgenommen werden. Und wenn sich daraus eine Diskussion ergibt, warum, weshalb, wieso - umso besser.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es lag und liegt mir fern, irgendwelche Leute auf persönlicher Ebene anzugreifen. Warum auch? Ich kenne, wie Timo schon richtig angemerkt hat, keinen der Games-und-so-Podcaster persönlich. Jemanden persönlich angreifen wäre in meinen Augen so was wie „diese Person ist ein totaler (im konkreten Fall) Sexist, der ist ein ganz schlimmer Mensch.“ Hab ich nicht gemacht, werde ich auch nicht machen. Wenn ich das Bedürfnis habe, jemandem persönlich zu sagen, dass ich sie oder ihn für ein Arschloch halte, dann mache ich das für gewöhnlich in einem privaten Rahmen und nicht über eine Öffentlichkeit. Also: der Facepalm ist keine persönliche Kritik und ich stelle auch keine Einzelpersonen an irgendeinen Pranger und schon gar nicht, weil ich das unterhaltsam finde. </p>
<p>Nichtsdestotrotz kann und will ich mich öffentlich darüber äußern, dass ich bestimmte Äußerungen/Handlungen, die über die Öffentlichkeit zu mir gekommen sind, für diskriminierend halte. Das ist für mich ein großer Unterschied, weil ich davon ausgehe, dass wir in einer Welt leben, die von Machtstrukturen durchzogen ist, aus denen sich niemand rausziehen kann und wo niemand einen objektiven Blick drauf hat. Ich halte es für wichtig, das nicht aus den Augen zu verlieren und sich der eigenen Position in eben jenen Strukturen bewusst zu sein. Und in diesem Zusammenhang habe ich diverse Aussagen, die ich für sexistisch halte, aufgezeigt. (Aussagen, die im Übrigen nicht nur von einer Person getätigt wurden.)</p>
<p>Ich halte es für schwierig, wenn Unterschiede in Spiel-Präferenzen entlang von Geschlechtsunterschieden festgehalten werden. Warum müssen solche Ideen von Geschlecht wiederholt werden, wenn man eigentlich der Meinung ist, dass sie eigentlich Quatsch sind? Wenn es darum geht, irgendeine Besonderheit zu markieren, hätte ich mir vielleicht eher so was gewünscht wie „das Spiel scheint eher was für Leute zu sein, die die und die Art von Grafik mögen“.</p>
<p>Zu der „Spiele für Freundinnen“-Thematik: Hier geht mir es um den selbstverständlichen heterosexuellen Blick, das Markieren der Frauen als Besonderes, während die sprechenden Männer (die Spieler) unbenannt bleiben. Und damit die Idee aufrecht erhalten wird, dass die Männer die Spieler sind und die Frauen sich dafür eher nicht soviel interessieren. Auch hier denke ich, dass ein „dieses Spiel gibt es auch in unblutig, für die, die nicht so gerne Blut sehen“ die gleiche Aussage treffen würde ohne mit Geschlecht zu argumentieren. Sonst bergen „das kann man auch mit der Freundin spielen“-Aussagen die Gefahr, dass sich zum Beispiel alle Hack’n’Slay-verrückten Frauen mit den „Flower“-begeisterten männlichen Freunden als unpassend und merkwürdig fühlen. Von allen Menschen, bei denen Mann/Frau-Kategorien nicht greifen oder die sich außerhalb von heterosexueller Dynamik bewegen mal ganz abgesehen. Auch wenn es im konkreten Fall vielleicht so ist, dass die Männer in den Beziehungen lieber bestimmte Spiele spielen, die ihre Freundinnen nicht interessieren, ist es eben nur eine denkbare und existente Konstellation, die meiner Meinung nach besser nicht als „Default“-Einstellung verstanden und kommuniziert werden sollte. Oder anders, nur weil man sich selbst in einer häufig auftretenden Konstellation/Situation befindet, finde ich es wichtig und sinnvoll, den Blick auf all die anderen möglichen Konstellationen nicht unter den Tisch fallen zu lassen. Auch wenn dafür mehr Worte nötig sind. Und erst recht, wenn es sich bei der eigenen Position/Situation/Konstellation um die handelt, die gesellschaftlich als normal empfunden wird und damit die mächtigere ist.</p>
<p>Zu dem Wunsch, Kritik im Vorfeld anzubringen, statt sie gleich öffentlich zu äußern. Warum? Ich bin nicht die Sexismus-Polizei, die Leute auf irgendein Vergehen hinweist, sondern Marlen, die sich in einem öffentlichen Podcast zu öffentlich gemachten Aussagen äußert. Das heißt nicht, dass ich diese Art von Kritikäußerung für die einzig mögliche halte, aber warum sie ungerechtfertigt ist — das verstehe ich nicht. Es gibt ja sehr wohl die Möglichkeit, Diskussionen auf verschiedenen Ebenen (weiter) zu führen. Das passiert hier ja auch gerade. Beim Facepalm haben Kathrin und ich uns zu dem geäußert, was wir gehört haben. Dass Dinge so oder so oder so gemeint gewesen sein sind, ändert ja nichts daran, dass sie so nicht verstanden worden sind. Deshalb ja auch meine Meinung vom Anfang: es geht nicht darum, zu erklären, dass man eine bestimmte Person für einen Sexisten hält, sondern darum, dass bestimmte Aussagen sexistisch sind beziehungsweise von uns als sexistisch wahrgenommen werden. Und wenn sich daraus eine Diskussion ergibt, warum, weshalb, wieso — umso besser.</p>
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	<item>
		<title>By: Timo</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/nrrrdz000003-listen-und-so/comment-page-1/#comment-980</link>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 00:06:59 +0000</pubDate>
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		<description>Durch so einen Podcast baut sich eine eigenartige Einweg-Beziehung auf. Der Hörer meint vielleicht nach 500 Stunden Sendezeit, die Protagonisten zu &quot;kennen&quot;. 

Eine Vertrautheit, die scheinbar gerne dazu führt, dass man die gute Kinderstube über Bord wirft, und sich auf kleine Äußerungen stürzt, die man aus dem Zusammenhang reißt, aus dem Kontext, der einem als Hörer vielleicht auch gar nicht klar sein kann.

Allerdings führen die meisten Menschen 167 Stunden in der Woche ein Leben außerhalb des Podcasts. Ich sitze mit Martin in einem Büro und sehe in diesem Fall, wie ihm dieser persönliche Angriff und die anschließende Diskussion diese Zeit vermiest.

Ich höre, vielleicht gerade, weil ich Martin tatsächlich &quot;kenne&quot;, genau die gleichen Ungereimtheiten heraus wie er. Und höre ein Unverständnis, das direkt in Konfrontation umgemünzt wird. Und das trifft persönlich. Und ginge es gegen mich, ich fühlte mich genauso angegriffen. Es bezieht sich eben nur auf einen winzigen Ausschnitt der Persönlichkeit, greift aber auf voller Breite an. 

Noch weniger verstehe ich das dann, wenn man von jemandem nicht mehr als drei Sätze aus einem Soundbite &quot;kennt&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Durch so einen Podcast baut sich eine eigenartige Einweg-Beziehung auf. Der Hörer meint vielleicht nach 500 Stunden Sendezeit, die Protagonisten zu „kennen“. </p>
<p>Eine Vertrautheit, die scheinbar gerne dazu führt, dass man die gute Kinderstube über Bord wirft, und sich auf kleine Äußerungen stürzt, die man aus dem Zusammenhang reißt, aus dem Kontext, der einem als Hörer vielleicht auch gar nicht klar sein kann.</p>
<p>Allerdings führen die meisten Menschen 167 Stunden in der Woche ein Leben außerhalb des Podcasts. Ich sitze mit Martin in einem Büro und sehe in diesem Fall, wie ihm dieser persönliche Angriff und die anschließende Diskussion diese Zeit vermiest.</p>
<p>Ich höre, vielleicht gerade, weil ich Martin tatsächlich „kenne“, genau die gleichen Ungereimtheiten heraus wie er. Und höre ein Unverständnis, das direkt in Konfrontation umgemünzt wird. Und das trifft persönlich. Und ginge es gegen mich, ich fühlte mich genauso angegriffen. Es bezieht sich eben nur auf einen winzigen Ausschnitt der Persönlichkeit, greift aber auf voller Breite an. </p>
<p>Noch weniger verstehe ich das dann, wenn man von jemandem nicht mehr als drei Sätze aus einem Soundbite „kennt“.</p>
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	<item>
		<title>By: Martin</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/nrrrdz000003-listen-und-so/comment-page-1/#comment-976</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 21:15:40 +0000</pubDate>
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		<description>Andrea: Ich weiss ehrlich gesagt nicht wo ich an deinen Diskussionsbeitrag anknüpfen soll.

Ich kann dir aber sagen das ich den Facepalm als antagonisierendes Element empfinde,  und fühle mich insofern bestätigt, dass er dazu geführt hat, dass du mir erstmal unterstellst ich würde hier Nachhilfe geben wollen, und kategorisierende Annahmen bezüglich meiner Person machst obwohl du nur 3 Halbsätze von mir kennst. Das finde ich schade und ich denke das ist im Rahmen des Format so unvermeidlich. 

Und mir versaut es gerade wesentliche Teile meiner Freizeit. Persönlich und nicht Meta. Und ja bei diesem Thema bin ich aus privaten Gründen empfindlich. Habe ich bereits gesagt.

Zum Konkreten habe ich Stellung genommen und meine Sichtweise habe ich geschildert. Dass es mein Versäumnis war habe ich im ersten Absatz geschrieben. Es tut mir leid wie es angekommen ist. Ändert aber auch nichts daran das es weder so gemeint noch gedacht war. Dass du mir das nicht glaubst und es als Rechtfertigungsversuch nicht gelten lässt, macht für mich eine weitere Diskussion an der Stelle schwierig.

Ob und wie sehr ich nun vielleicht doch anderweitig Crypto-Sexist bin oder nicht ist nicht abschliessend zu klären, sowieso nicht von mir und vor allem nicht mehr wenn meine Sätze hier schon aus dem Blickwinkel des Kritisierten gelesen werden. Ich hätte aber gerne mehr zur &quot;Spiele für Nichtspielende&quot; Thematik gehört und würde mich freuen falls da jemand vielleicht konstruktiv anknüpfen könnte.


Ingesamt möchte ich nochmal anmerken: Ich hätte mir die Kritik genauso zu Herzen genommen wenn sie einfach per DM oder Mail passiert wäre. Vermutlich sogar mehr.

Es ist natürlich nichts dagegen einzuwenden das man &quot;sich die Öffentlichkeit nimmt und mal nerven will&quot;. Ich wollte nur aus Sicht des Angesprochenen sagen, dass ich das so empfinde das es auf meine Kosten passiert und ich mich zu Unrecht öffentlich als schlechtes Beispiel ausgegrenzt fühle. Ich empfinde das strukturell als unangemessen harsch und nicht diskussionsfördernd oder -erleichternd. Unterhaltungswert hat es aber wahrscheinlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Andrea: Ich weiss ehrlich gesagt nicht wo ich an deinen Diskussionsbeitrag anknüpfen soll.</p>
<p>Ich kann dir aber sagen das ich den Facepalm als antagonisierendes Element empfinde,  und fühle mich insofern bestätigt, dass er dazu geführt hat, dass du mir erstmal unterstellst ich würde hier Nachhilfe geben wollen, und kategorisierende Annahmen bezüglich meiner Person machst obwohl du nur 3 Halbsätze von mir kennst. Das finde ich schade und ich denke das ist im Rahmen des Format so unvermeidlich. </p>
<p>Und mir versaut es gerade wesentliche Teile meiner Freizeit. Persönlich und nicht Meta. Und ja bei diesem Thema bin ich aus privaten Gründen empfindlich. Habe ich bereits gesagt.</p>
<p>Zum Konkreten habe ich Stellung genommen und meine Sichtweise habe ich geschildert. Dass es mein Versäumnis war habe ich im ersten Absatz geschrieben. Es tut mir leid wie es angekommen ist. Ändert aber auch nichts daran das es weder so gemeint noch gedacht war. Dass du mir das nicht glaubst und es als Rechtfertigungsversuch nicht gelten lässt, macht für mich eine weitere Diskussion an der Stelle schwierig.</p>
<p>Ob und wie sehr ich nun vielleicht doch anderweitig Crypto-Sexist bin oder nicht ist nicht abschliessend zu klären, sowieso nicht von mir und vor allem nicht mehr wenn meine Sätze hier schon aus dem Blickwinkel des Kritisierten gelesen werden. Ich hätte aber gerne mehr zur „Spiele für Nichtspielende“ Thematik gehört und würde mich freuen falls da jemand vielleicht konstruktiv anknüpfen könnte.</p>
<p>Ingesamt möchte ich nochmal anmerken: Ich hätte mir die Kritik genauso zu Herzen genommen wenn sie einfach per DM oder Mail passiert wäre. Vermutlich sogar mehr.</p>
<p>Es ist natürlich nichts dagegen einzuwenden das man „sich die Öffentlichkeit nimmt und mal nerven will“. Ich wollte nur aus Sicht des Angesprochenen sagen, dass ich das so empfinde das es auf meine Kosten passiert und ich mich zu Unrecht öffentlich als schlechtes Beispiel ausgegrenzt fühle. Ich empfinde das strukturell als unangemessen harsch und nicht diskussionsfördernd oder –erleichternd. Unterhaltungswert hat es aber wahrscheinlich.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Andrea</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/nrrrdz000003-listen-und-so/comment-page-1/#comment-975</link>
		<dc:creator>Andrea</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 17:53:38 +0000</pubDate>
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		<description>Ach, Martin... Ich hab doch gar nix dagegen, dass die Subjekte der Nrrrdz-Facepalms hier auf die Kritik reagieren. Im Gegenteil: ich mag Dialoge. Was ich nicht mag, sind reine Erklärungen/Rechtfertigungen, warum das, was da kritisiert wurde, gar nicht so gemeint war, wie es ankam - mit der impliziten Aussage, dass es deswegen auch nicht kritisiert werden dürfe (oder jedenfalls nicht in dieser Form). Da fehlt mir dann schlicht die &lt;i&gt;inhaltliche&lt;/i&gt; Auseinandersetzung mit der Kritik, weil man sich nur noch an ihrer &lt;i&gt;Form&lt;/i&gt; festbeißt.

Mein bisheriger Beitrag zum allgemeinen Gespräch war mein öffentliches Nachdenken über meine Reaktionen auf den aktuellen Nrrrdz-Podcast. Die Fragezeichen darin sind dabei übrigens ernst gemeint und nicht bloß rhetorisch. Dass bei dir nicht angekommen ist, dass ich das doofe Gefühl auf deiner Seite durchaus nachvollziehen kann (deshalb mein Vergleich von deinem unabsichtlichen Sexismus mit meinem unabsichtlichen Rassismus/Klassismus und der jeweiligen Kritik daran), ist deshalb doppelt schade.

Ich habe weder dich noch sonst irgendwen &lt;i&gt;persönlich&lt;/i&gt; angreifen wollen (schließlich kenne ich dich bis auf den Facepalm-Ausschnitt und deine Kommentare hier überhaupt nicht), sondern ich habe einfach das Nrrrdz-Projekt und die Reaktionen darauf auf der Metaebene beobachtet, so wie ich es wahrnehme. Das ist eine Perspektive/Lesart von vielen, die man teilen kann, aber nicht muss.

Es entbehrt allerdings nicht einer gewissen Ironie, dass du dich einerseits vom Facepalm-Tonfall angegriffen fühlst und dir von den Nrrrdz mehr kooperative Auseinandersetzung und konstruktive Verbesserungsvorschläge wünschst, selbst aber mit deiner Kritik an meinen Äußerungen wahrlich wenig zimperlich bist und mir dann auch gleich jedes weitere Gespräch verweigerst...

Fürs Protokoll: Ich diskutiere nicht ums bloße &quot;Rechthaben&quot;. Aber wenn ich zu etwas eine Meinung habe (oder vielleicht auch einfach nur Gedanken-in-progress), dann äußere ich die durchaus auch mal öffentlich. Dass ich etwas kritisiere, was jemand gesagt oder getan hat, heißt allerdings nicht, dass ich &lt;i&gt;den Menschen&lt;/i&gt; deswegen auch gleich komplett doof finde. Wenn auf meine Kritik jedoch nur mit resigniertem oder trotzigem &quot;Maulhalten&quot; reagiert wird, hat mein Gesprächsbeitrag seinen Zweck leider verfehlt. Aber vielleicht überlegst du es dir ja nochmal anders? Das von dir angesprochene Thema der Kompatibilität von Computerspielen und Lebenspartner*innen finde ich nämlich durchaus ein interessantes, zu dem ich als fast-nichtspielende Freundin eines vielspielenden Menschen bestimmt ein paar Gedanken, Erfahrungen und Ideen jenseits platter Geschlechterklischees beizutragen hätte...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, Martin… Ich hab doch gar nix dagegen, dass die Subjekte der Nrrrdz-Facepalms hier auf die Kritik reagieren. Im Gegenteil: ich mag Dialoge. Was ich nicht mag, sind reine Erklärungen/Rechtfertigungen, warum das, was da kritisiert wurde, gar nicht so gemeint war, wie es ankam — mit der impliziten Aussage, dass es deswegen auch nicht kritisiert werden dürfe (oder jedenfalls nicht in dieser Form). Da fehlt mir dann schlicht die <i>inhaltliche</i> Auseinandersetzung mit der Kritik, weil man sich nur noch an ihrer <i>Form</i> festbeißt.</p>
<p>Mein bisheriger Beitrag zum allgemeinen Gespräch war mein öffentliches Nachdenken über meine Reaktionen auf den aktuellen Nrrrdz-Podcast. Die Fragezeichen darin sind dabei übrigens ernst gemeint und nicht bloß rhetorisch. Dass bei dir nicht angekommen ist, dass ich das doofe Gefühl auf deiner Seite durchaus nachvollziehen kann (deshalb mein Vergleich von deinem unabsichtlichen Sexismus mit meinem unabsichtlichen Rassismus/Klassismus und der jeweiligen Kritik daran), ist deshalb doppelt schade.</p>
<p>Ich habe weder dich noch sonst irgendwen <i>persönlich</i> angreifen wollen (schließlich kenne ich dich bis auf den Facepalm-Ausschnitt und deine Kommentare hier überhaupt nicht), sondern ich habe einfach das Nrrrdz-Projekt und die Reaktionen darauf auf der Metaebene beobachtet, so wie ich es wahrnehme. Das ist eine Perspektive/Lesart von vielen, die man teilen kann, aber nicht muss.</p>
<p>Es entbehrt allerdings nicht einer gewissen Ironie, dass du dich einerseits vom Facepalm-Tonfall angegriffen fühlst und dir von den Nrrrdz mehr kooperative Auseinandersetzung und konstruktive Verbesserungsvorschläge wünschst, selbst aber mit deiner Kritik an meinen Äußerungen wahrlich wenig zimperlich bist und mir dann auch gleich jedes weitere Gespräch verweigerst…</p>
<p>Fürs Protokoll: Ich diskutiere nicht ums bloße „Rechthaben“. Aber wenn ich zu etwas eine Meinung habe (oder vielleicht auch einfach nur Gedanken-in-progress), dann äußere ich die durchaus auch mal öffentlich. Dass ich etwas kritisiere, was jemand gesagt oder getan hat, heißt allerdings nicht, dass ich <i>den Menschen</i> deswegen auch gleich komplett doof finde. Wenn auf meine Kritik jedoch nur mit resigniertem oder trotzigem „Maulhalten“ reagiert wird, hat mein Gesprächsbeitrag seinen Zweck leider verfehlt. Aber vielleicht überlegst du es dir ja nochmal anders? Das von dir angesprochene Thema der Kompatibilität von Computerspielen und Lebenspartner*innen finde ich nämlich durchaus ein interessantes, zu dem ich als fast-nichtspielende Freundin eines vielspielenden Menschen bestimmt ein paar Gedanken, Erfahrungen und Ideen jenseits platter Geschlechterklischees beizutragen hätte…</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: sv</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/nrrrdz000003-listen-und-so/comment-page-1/#comment-974</link>
		<dc:creator>sv</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 09:02:36 +0000</pubDate>
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		<description>Hey!

Einen unbequemen Facepalm der Woche finde ich ganz gut. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich teilweise mit Weichspülkommentaren nicht viel ändert - da wird man erfahrungsgemäß schnell als &quot;Ach, noch ne Feministin, die sich über komische Themen aufregt, wat solls&quot; abgestempelt.

Ich finds gut, dass Martin hier so reflektiert mit der Kritik umgeht - danke dafür! Der Facepalm dient ja (soweit ich das verstanden habe) nicht dazu, um die Welt in &quot;gute Feministen&quot; und &quot;schlechte Sexisten&quot; einzuteilen, sondern darum, Dinge aufzuzeigen, die schon immer mal gestört haben. Auch ich höre gerne Games und so, und das würde ich auch nicht gerne tun, wenns ein ätzender Podcast wäre.

Als eine Person, die sich selber als Frau definiert und gerne Videospiele spielt, ist es teilweise garnicht so einfach, irgendwo Identifikationspotential in der Szene zu finden. Es gibt entweder (achtung, Überspitzung) &quot;Männer, die um einen Tisch sitzen und sich über Ballerspiele unterhalten&quot; oder &quot;heiße Babes/kleine Meedchen, die eine PSP nur anfassen, wenn Locoroco drauf läuft&quot;. Ob ich jetzt Zombies abballere oder bei Cooking Mama Hot Dogs aus der Luft einfange ist mir persönlich egal, solange das Spielkonzept spannend ist. Meine Freundin guckt sich dann z.B. auch gerne die Spiele an, die ich spannend finde, auch wenn sie sich nicht fürs Gamen interessiert. Da spielen bei uns Geschlecht und Sexualität eine wirklich kleine Rolle.

Mir fehlt z.B. sehr stark sowas wie mal ne weibliche Moderatorin, oder ein weiblicher Gast, oder geschlechtsneutrale Sprache in Videospielpodcasts. Utopisch? Ich weiss es nicht. Ich würd mir wünschen, dass nicht. :)

Viele optimistische Grüße
sv</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hey!</p>
<p>Einen unbequemen Facepalm der Woche finde ich ganz gut. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich teilweise mit Weichspülkommentaren nicht viel ändert — da wird man erfahrungsgemäß schnell als „Ach, noch ne Feministin, die sich über komische Themen aufregt, wat solls“ abgestempelt.</p>
<p>Ich finds gut, dass Martin hier so reflektiert mit der Kritik umgeht — danke dafür! Der Facepalm dient ja (soweit ich das verstanden habe) nicht dazu, um die Welt in „gute Feministen“ und „schlechte Sexisten“ einzuteilen, sondern darum, Dinge aufzuzeigen, die schon immer mal gestört haben. Auch ich höre gerne Games und so, und das würde ich auch nicht gerne tun, wenns ein ätzender Podcast wäre.</p>
<p>Als eine Person, die sich selber als Frau definiert und gerne Videospiele spielt, ist es teilweise garnicht so einfach, irgendwo Identifikationspotential in der Szene zu finden. Es gibt entweder (achtung, Überspitzung) „Männer, die um einen Tisch sitzen und sich über Ballerspiele unterhalten“ oder „heiße Babes/kleine Meedchen, die eine PSP nur anfassen, wenn Locoroco drauf läuft“. Ob ich jetzt Zombies abballere oder bei Cooking Mama Hot Dogs aus der Luft einfange ist mir persönlich egal, solange das Spielkonzept spannend ist. Meine Freundin guckt sich dann z.B. auch gerne die Spiele an, die ich spannend finde, auch wenn sie sich nicht fürs Gamen interessiert. Da spielen bei uns Geschlecht und Sexualität eine wirklich kleine Rolle.</p>
<p>Mir fehlt z.B. sehr stark sowas wie mal ne weibliche Moderatorin, oder ein weiblicher Gast, oder geschlechtsneutrale Sprache in Videospielpodcasts. Utopisch? Ich weiss es nicht. Ich würd mir wünschen, dass nicht. :)</p>
<p>Viele optimistische Grüße<br />
sv</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Martin</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/nrrrdz000003-listen-und-so/comment-page-1/#comment-973</link>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 08:26:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.iheartdigitallife.de/?p=1560#comment-973</guid>
		<description>Andrea: Ich dachte es wäre gewünscht das man als Subjekt der Kritik hier mitdiskutiert. Scheinbar siehst du das anders. Sonst würdest du mir nicht die Worte im Text herumdrehen und mit &quot;getroffene Hunde bellen&quot; kommen. Ich spare mir auf deine Unterstellungen, Kategorisierungen und Vorurteile mir gegenüber einzugehen und halte dann besser mein Maul, wie man das wohl zu tun hat wenn man ja eh keine Ahnung und sowieso nicht Recht hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Andrea: Ich dachte es wäre gewünscht das man als Subjekt der Kritik hier mitdiskutiert. Scheinbar siehst du das anders. Sonst würdest du mir nicht die Worte im Text herumdrehen und mit „getroffene Hunde bellen“ kommen. Ich spare mir auf deine Unterstellungen, Kategorisierungen und Vorurteile mir gegenüber einzugehen und halte dann besser mein Maul, wie man das wohl zu tun hat wenn man ja eh keine Ahnung und sowieso nicht Recht hat.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Hyperkeks</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/nrrrdz000003-listen-und-so/comment-page-1/#comment-971</link>
		<dc:creator>Hyperkeks</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 03:15:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.iheartdigitallife.de/?p=1560#comment-971</guid>
		<description>Danke Andrea, jetzt wird mir gerade klar was mich an diesem Podcast seit der ersten Ausgabe eigentlich stört: 

Es wird zu viel vorausgesetzt. Ihr bemüht euch nicht sonderlich eure Standpunkte allgemeinverständlich klarzumachen und redet nur zu eurer „Community“, die gar nicht mehr bekehrt werden muss. Das wirkt auf mich an vielen Stellen etwas herablassend und verbohrt und die ganze „Ansprache“ nimmt den unbedarften (aber interessierten) Gender-DAU (oder auch nur mich) nicht besonders gut mit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke Andrea, jetzt wird mir gerade klar was mich an diesem Podcast seit der ersten Ausgabe eigentlich stört: </p>
<p>Es wird zu viel vorausgesetzt. Ihr bemüht euch nicht sonderlich eure Standpunkte allgemeinverständlich klarzumachen und redet nur zu eurer „Community“, die gar nicht mehr bekehrt werden muss. Das wirkt auf mich an vielen Stellen etwas herablassend und verbohrt und die ganze „Ansprache“ nimmt den unbedarften (aber interessierten) Gender-DAU (oder auch nur mich) nicht besonders gut mit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Andrea</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/nrrrdz000003-listen-und-so/comment-page-1/#comment-970</link>
		<dc:creator>Andrea</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 01:42:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.iheartdigitallife.de/?p=1560#comment-970</guid>
		<description>P.S. Ich wünsche mir mehr Zeilen in der Kommentarbox! :-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>P.S. Ich wünsche mir mehr Zeilen in der Kommentarbox! :-)</p>
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		<title>By: Andrea</title>
		<link>http://www.iheartdigitallife.de/nrrrdz000003-listen-und-so/comment-page-1/#comment-969</link>
		<dc:creator>Andrea</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 01:41:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.iheartdigitallife.de/?p=1560#comment-969</guid>
		<description>Ich habe bisher eine einzige Twitterliste angelegt, und die ist privat. Strukturierung von Input/Verbindungen finde ich sinnvoll und notwendig, aber für mich ist das v.a. eine private und keine öffentliche Angelegenheit. Schließlich habe ich auch private Ordner für meine Papiere, Dateien und Bookmarks, und auch mein Adressbuch ist (für mich) sinnvoll sortiert.

Ich habe mich aber auch kürzlich erstmals auf einer Twitterliste von jemand anders wiedergefunden, und musste erstmal überlegen, ob ich die Fremdzuordnung als &quot;queer&quot; jetzt neutral-beschreibend, angenehm-gemeinschaftlich oder unangenehm-outend finde. Ich selbst hatte mich nämlich in meinen Tweets bisher nicht ausdrücklich als &quot;queer&quot; gelabelt. Und so richtig entschieden habe ich mich noch nicht.

Ansonsten habe ich beim Hören dieser Folge aber auch eher gedacht: &quot;Wieso sind Twitterlisten jetzt so viel persönlichkeitsrechtverletzender als Blogrolls (die man ja auch nach Belieben betiteln kann) o.ä.?&quot; Und trotzdem gibt es (zumindest für Marlen) ja offenbar einen Unterschied zwischen den Listenmöglichkeiten in diesen Medien, so rein vom Gefühl her. Ist Twitter insgesamt irgendwie &quot;persönlicher&quot;/&quot;privater&quot;, so dass eine ungewollte Listisierung uns da härter trifft? Oder ist es der Wandel &lt;i&gt;an sich&lt;/i&gt; von etwas bisher eher unstrukturiertem zu etwas strukturiertem, der uns die ungefragte Kategorisierung durch andere Menschen bei den Twitterlisten so deutlich bewusst macht?

Vielleicht finde ich persönlich das alles aber auch deswegen nicht so schockierend, weil ich eh grundsätzlich misstrauisch gegenüber sozialen Medien bin - ich kann mich nicht so recht dran gewöhnen, dass so viel Netzwerk-Überwachung so einfach geworden ist, ganz ohne Spezialtechnik/-wissen. Ist vielleicht das Alter... ;-)

Was ich aber neben dem Podcast an sich interessant finde, ist, dass hier in den Kommentaren wieder mal vor allem der Facepalm diskutiert wird... Und mit was für einem Vokabular! &quot;frontal angreifen&quot;, &quot;hineinsteigern&quot;, &quot;auf sie einschlagen&quot;, &quot;Leute angegriffen die es nicht verdient haben&quot;, &quot;zu unrecht an den digitalen Pranger gestellt&quot;... Man könnte meinen, die Nrrrdz hätten sonstwas für schlimme, unsachliche und unnötig persönliche Gemeinheiten über andere Netzbewohner von sich gegeben! Dabei haben sie doch bloß mal laut darüber nachgedacht, was sie an einem eigentlich geschätzten Podcast gestört hat... Und ich dachte immer, ich sei eigentlich eher eine Nutzerin von ziemlich kuscheligen Foren, die extrem wenig Geduld mit Flamewars hat - wohingegen mir in vielen technik- oder politikorientierten Foren doch eher ein generell rüderer Tonfall zu herrschen scheint. Nicht, dass ich denke, dass der unbedingt unfreundlich gemeint sein muss. Aber ich hätte erwartet, dass Leute, die vermutlich mehr in solchen Foren unterwegs sind als ich, so ein bisschen nachdenkliche Kritik recht souverän wegstecken können. Jedenfalls empfinde ich die Nrrrdz-Facepalms jetzt nicht halb so dramatisch, wie sie offenbar bei den Kritisierten und ihren Verteidiger*innen ankommen...

Aber vielleicht liegt die heftige Verteidigungsreaktion ja auch daran, dass man sich unangenehm erwischt fühlt? Wo man es doch eigentlich voll gut gemeint hat, und doch schon ganz viel mehr nachgedacht hat als manch andere*r, und dann gibt&#039;s doch wieder Schimpfe?!

Dass dann aber ausgerechnet den Nrrrdz subtil die Aktualität ihrer Öffentlichkeitspräsenz abgesprochen wird, finde ich wiederum sehr bezeichnend. Ich zitiere: &quot;Der Facepalm der Woche als Rubrik [...] ist mir aber etwas zu 1.0&quot;... In anderen Worten: &quot;Ist ja ne nette Idee, Mädels, bloß seid ihr netztechnisch leider nicht auf der Höhe der Zeit&quot;?! Da nützt es am Ende auch nicht mehr viel, dass &lt;i&gt;wir&lt;/i&gt; &quot;doch alle super digital zwonull und so [sind]&quot;, denn die Nrrrdz brauchten ja trotzdem erst noch Nachhilfe.

Und dann möchten die Kritisierten nicht nur in ihren eigenen Podcasts, Blogs, Foren etc. und in den Kommentaren hier zu Wort kommen, sondern am liebsten gleich &quot;in Vorfeld&quot; die Gelegenheit zur Stellungnahme haben, wenn nicht gar &#039;live&#039; &quot;per Skype/iChat&quot; auf den Inhalt der Nrrrdz-Podcasts Einfluss nehmen. Täte mich ja mal interessieren, ob sie selber auch so sorgfältig darauf achten, dass die von ihnen kritisierten Personen/Medien vergleichbare Rechtfertigungsgelegenheiten &quot;im Vorfeld&quot; und in der &#039;Hauptsendezeit&#039; bekommen...

Will sagen: Jungs, nun stellt euch mal nicht so an. Ich glaub ja gern, dass ihr das alles nicht böse meint, und dass ihr euch grundsätzlich Gedanken macht und nett zu euren Freundinnen seid und so. Ehrlich. Aber sexistisches (und heteronormatives) Denken und Handeln hört leider nicht einfach auf, bloß weil man gern jemand von &quot;den Guten&quot; sein möchte. Und auch wenn es üblicherweise keinen Spaß macht, auf solche subtilen Denk- und Verhaltensmuster aufmerksam gemacht zu werden, gehört das Zuhören und erstmal-Hinnehmen von solcher Kritik einfach manchmal dazu (ich find&#039;s als weiße Mittelschichtsperson auch selten angenehm, wenn mich jemand auf meinen unabsichtlichen Rassismus oder Klassismus hinweist... - und trotzdem gebe ich mir große Mühe, nicht gleich in die Defensive zu gehen und alle meine Diskriminierung/Normierung wegzuerklären, weil ich es ja schließlich nicht so gemeint habe...).

Und nachdem ich all dies gesagt habe, sei trotzdem nicht verschwiegen, dass ich ebenfalls finde, dass die Facepalm-Kritik im Podcast selbst manchmal zuviel allgemein politisches und speziell feministisches Vorverständnis voraussetzt. Ich verstehe dank ähnlichem Hintergrund zwar meistens ganz gut, was die Nrrrdz meinen, aber selbst ich muss mir vieles noch zusammenreimen. Was ja an sich kein Problem ist. Selberdenken (und/oder Selbergoogeln) macht ja auch Spaß. :-) Da der Facepalm ja per definitionem über die Grenzen des Nrrrdz-Podcasts hinausgeht und eine direkte Antwort auf direkte vorige Äußerungen ist, würde ich mir dort auch mehr Hintergrunderläuterung wünschen (etwa so wie ihdl es hier in den Kommentaren gemacht hat). Wobei ich auch gut verstehen könnte, wenn die Nrrrdz nun aber keine Lust auf Aufklärung hätten, sondern ihren Podcast lieber an Menschen richteten, die eh von einem ähnlichen Hintergrund kommen.

Ich bin jedenfalls gespannt auf weitere Entwicklungen im Podcast und seinen Kommentaren!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe bisher eine einzige Twitterliste angelegt, und die ist privat. Strukturierung von Input/Verbindungen finde ich sinnvoll und notwendig, aber für mich ist das v.a. eine private und keine öffentliche Angelegenheit. Schließlich habe ich auch private Ordner für meine Papiere, Dateien und Bookmarks, und auch mein Adressbuch ist (für mich) sinnvoll sortiert.</p>
<p>Ich habe mich aber auch kürzlich erstmals auf einer Twitterliste von jemand anders wiedergefunden, und musste erstmal überlegen, ob ich die Fremdzuordnung als „queer“ jetzt neutral-beschreibend, angenehm-gemeinschaftlich oder unangenehm-outend finde. Ich selbst hatte mich nämlich in meinen Tweets bisher nicht ausdrücklich als „queer“ gelabelt. Und so richtig entschieden habe ich mich noch nicht.</p>
<p>Ansonsten habe ich beim Hören dieser Folge aber auch eher gedacht: „Wieso sind Twitterlisten jetzt so viel persönlichkeitsrechtverletzender als Blogrolls (die man ja auch nach Belieben betiteln kann) o.ä.?“ Und trotzdem gibt es (zumindest für Marlen) ja offenbar einen Unterschied zwischen den Listenmöglichkeiten in diesen Medien, so rein vom Gefühl her. Ist Twitter insgesamt irgendwie „persönlicher“/„privater“, so dass eine ungewollte Listisierung uns da härter trifft? Oder ist es der Wandel <i>an sich</i> von etwas bisher eher unstrukturiertem zu etwas strukturiertem, der uns die ungefragte Kategorisierung durch andere Menschen bei den Twitterlisten so deutlich bewusst macht?</p>
<p>Vielleicht finde ich persönlich das alles aber auch deswegen nicht so schockierend, weil ich eh grundsätzlich misstrauisch gegenüber sozialen Medien bin — ich kann mich nicht so recht dran gewöhnen, dass so viel Netzwerk-Überwachung so einfach geworden ist, ganz ohne Spezialtechnik/-wissen. Ist vielleicht das Alter… ;-)</p>
<p>Was ich aber neben dem Podcast an sich interessant finde, ist, dass hier in den Kommentaren wieder mal vor allem der Facepalm diskutiert wird… Und mit was für einem Vokabular! „frontal angreifen“, „hineinsteigern“, „auf sie einschlagen“, „Leute angegriffen die es nicht verdient haben“, „zu unrecht an den digitalen Pranger gestellt“… Man könnte meinen, die Nrrrdz hätten sonstwas für schlimme, unsachliche und unnötig persönliche Gemeinheiten über andere Netzbewohner von sich gegeben! Dabei haben sie doch bloß mal laut darüber nachgedacht, was sie an einem eigentlich geschätzten Podcast gestört hat… Und ich dachte immer, ich sei eigentlich eher eine Nutzerin von ziemlich kuscheligen Foren, die extrem wenig Geduld mit Flamewars hat — wohingegen mir in vielen technik– oder politikorientierten Foren doch eher ein generell rüderer Tonfall zu herrschen scheint. Nicht, dass ich denke, dass der unbedingt unfreundlich gemeint sein muss. Aber ich hätte erwartet, dass Leute, die vermutlich mehr in solchen Foren unterwegs sind als ich, so ein bisschen nachdenkliche Kritik recht souverän wegstecken können. Jedenfalls empfinde ich die Nrrrdz-Facepalms jetzt nicht halb so dramatisch, wie sie offenbar bei den Kritisierten und ihren Verteidiger*innen ankommen…</p>
<p>Aber vielleicht liegt die heftige Verteidigungsreaktion ja auch daran, dass man sich unangenehm erwischt fühlt? Wo man es doch eigentlich voll gut gemeint hat, und doch schon ganz viel mehr nachgedacht hat als manch andere*r, und dann gibt’s doch wieder Schimpfe?!</p>
<p>Dass dann aber ausgerechnet den Nrrrdz subtil die Aktualität ihrer Öffentlichkeitspräsenz abgesprochen wird, finde ich wiederum sehr bezeichnend. Ich zitiere: „Der Facepalm der Woche als Rubrik […] ist mir aber etwas zu 1.0″… In anderen Worten: „Ist ja ne nette Idee, Mädels, bloß seid ihr netztechnisch leider nicht auf der Höhe der Zeit“?! Da nützt es am Ende auch nicht mehr viel, dass <i>wir</i> „doch alle super digital zwonull und so [sind]“, denn die Nrrrdz brauchten ja trotzdem erst noch Nachhilfe.</p>
<p>Und dann möchten die Kritisierten nicht nur in ihren eigenen Podcasts, Blogs, Foren etc. und in den Kommentaren hier zu Wort kommen, sondern am liebsten gleich „in Vorfeld“ die Gelegenheit zur Stellungnahme haben, wenn nicht gar ‚live‘ „per Skype/iChat“ auf den Inhalt der Nrrrdz-Podcasts Einfluss nehmen. Täte mich ja mal interessieren, ob sie selber auch so sorgfältig darauf achten, dass die von ihnen kritisierten Personen/Medien vergleichbare Rechtfertigungsgelegenheiten „im Vorfeld“ und in der ‚Hauptsendezeit‘ bekommen…</p>
<p>Will sagen: Jungs, nun stellt euch mal nicht so an. Ich glaub ja gern, dass ihr das alles nicht böse meint, und dass ihr euch grundsätzlich Gedanken macht und nett zu euren Freundinnen seid und so. Ehrlich. Aber sexistisches (und heteronormatives) Denken und Handeln hört leider nicht einfach auf, bloß weil man gern jemand von „den Guten“ sein möchte. Und auch wenn es üblicherweise keinen Spaß macht, auf solche subtilen Denk– und Verhaltensmuster aufmerksam gemacht zu werden, gehört das Zuhören und erstmal-Hinnehmen von solcher Kritik einfach manchmal dazu (ich find’s als weiße Mittelschichtsperson auch selten angenehm, wenn mich jemand auf meinen unabsichtlichen Rassismus oder Klassismus hinweist… — und trotzdem gebe ich mir große Mühe, nicht gleich in die Defensive zu gehen und alle meine Diskriminierung/Normierung wegzuerklären, weil ich es ja schließlich nicht so gemeint habe…).</p>
<p>Und nachdem ich all dies gesagt habe, sei trotzdem nicht verschwiegen, dass ich ebenfalls finde, dass die Facepalm-Kritik im Podcast selbst manchmal zuviel allgemein politisches und speziell feministisches Vorverständnis voraussetzt. Ich verstehe dank ähnlichem Hintergrund zwar meistens ganz gut, was die Nrrrdz meinen, aber selbst ich muss mir vieles noch zusammenreimen. Was ja an sich kein Problem ist. Selberdenken (und/oder Selbergoogeln) macht ja auch Spaß. :-) Da der Facepalm ja per definitionem über die Grenzen des Nrrrdz-Podcasts hinausgeht und eine direkte Antwort auf direkte vorige Äußerungen ist, würde ich mir dort auch mehr Hintergrunderläuterung wünschen (etwa so wie ihdl es hier in den Kommentaren gemacht hat). Wobei ich auch gut verstehen könnte, wenn die Nrrrdz nun aber keine Lust auf Aufklärung hätten, sondern ihren Podcast lieber an Menschen richteten, die eh von einem ähnlichen Hintergrund kommen.</p>
<p>Ich bin jedenfalls gespannt auf weitere Entwicklungen im Podcast und seinen Kommentaren!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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